An der Conservative Political Action Conference (CPAC) am Samstag in Ungarn wird FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl teilnehmen.
Das teilte ein Sprecher am Freitag mit. Kickl werde eine Rede halten und danach wieder nach Wien reisen. Gerüchten zufolge wird auch US-Vizepräsident JD Vance erwartet. Beim Treffen der Führungsspitze der EU-Fraktion "Patrioten für Europa" (PfE) am Montag in Budapest wird Kickl wegen einer Nationalratssondersitzung nicht dabei sein.
Der FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky, wird nach Angaben des FPÖ-Sprechers an beiden Veranstaltungen teilnehmen. CPAC-Hungary-Präsident Miklós Szánthó kündigte am Freitag Überraschungsgäste an. Bei der Veranstaltung am Samstag würden "Europas prägende patriotische Führer" zu Gast sein, darunter die Ministerpräsidenten von Tschechien und Georgien, Andrej Babiš und Irakli Kobachidse, hochrangige Persönlichkeiten aus Südamerika, Israel, Australien und Japan sowie rechtsgerichtete Politiker aus Belgien, den Niederlanden und Österreich, so Szánthó. Bei der Konferenz gehe es um "gesunden Menschenverstand". Die Ablehnung von Masseneinwanderung und Gender-Ideologie bei gleichzeitiger Bekräftigung von Nation, Familie und Frieden statt Krieg sei "keine Ideologie, sondern gesunder Menschenverstand", sagte Szánthó.
Reuters berichtete von geplanten Ungarn-Besuch von JD Vance
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unlängst berichtet, dass Vance einen Besuch in Ungarn plane. Zwei mit den Plänen vertraute Quellen sagten gegenüber Reuters, dass es Vance darum gehe, Unterstützung für Ministerpräsident Viktor Orbán vor der schwierigen Parlamentswahl am 12. April zu bekunden. Der genaue Zeitpunkt von Vances Besuch war zunächst unklar, und seine Pläne könnten sich angesichts des Kriegs im Iran noch ändern, warnten die Quellen. Das Weiße Haus lehnte eine Stellungnahme ab.
Die Reise würde, wenn sie stattfindet, auf einen Besuch von US-Außenminister Marco Rubio in Budapest im Februar folgen, bei dem er Orbán öffentlich unterstützte. Rubio erklärte damals, Orbáns Führung sei für die Interessen der USA von entscheidender Bedeutung, und deutete an, dass die Fortsetzung enger Beziehungen zu Ungarn von Orbáns Wiederwahl abhänge. Er signalisierte zudem, dass Washington bereit sei, Budapest bei Bedarf finanziell zu unterstützen. In Umfragen führt derzeit die bürgerliche Partei TISZA von Oppositionsführer Péter Magyar deutlich vor Fidesz. Orbán regiert mit seiner Fidesz Ungarn durchgehend seit 2010, zumeist mit Zwei-Drittel-Mehrheit.
Die CPAC wurde in den 1970er in den USA gegründet. Organisiert von der konservativen Lobbyorganisation American Conservative Union stieg sie mit tausenden Teilnehmern zur größten alljährlichen Zusammenkunft des rechten Lagers in den USA auf. Seit einigen Jahren werden auch CPAC-Konferenzen in anderen Ländern abgehalten, seit 2022 in Ungarn und etwa auch in Argentinien.