3.600 Euro Strafe für Feuerwerk
Silvester ohne Party & Böller: Der Corona-Plan für den Jahreswechsel
Eines ist heute schon klar: Die Coronakrise wird auch zu Silvester nicht vorbei sein. Und steigen die Zahlen nach den Weihnachtsfeiertagen wieder an, dann droht ein dritter Lockdown. Silvesterpartys und Feuerwerke wie 2019 wird es heuer nicht geben können.
Am 6. Dezember endet zwar der harte Lockdown, dennoch sperrt das Land nicht sofort ganz auf. Vor allem die Gastro-Sperren und Kontaktbeschränkungen werden nur schrittweise gelockert, um die Neuinfektionen niedrig zu halten.
Der Corona-Plan für den Jahreswechsel
- Feuerwerksverbot. In Deutschland tobt aktuell ein Streit über das geplante Feuerwerksverbot zu Silvester in Großstädten wie Berlin und Frankfurt. In Österreich gilt in allen Ortsgebieten bereits ein Feuerwerksverbot für alle. Außerhalb darf geschossen werden.
- Kein Silvesterpfad. Auf jeden Fall ist der Silvesterpfad in Wien abgesagt – auch Graz verzichtet auf die Silvestershow. In Innsbruck wurde das Bergsilvester auf drei Tage verteilt. Nur Linz plant (noch) ein Event.
- Keine Discos offen. Fix gilt auch, dass die Nachtgastronomie, vor allem Großraumdiskotheken, geschlossen bleiben.
- Kein Silvesterball. Auch Tanzveranstaltungen wie der Silvesterball in der Wiener Hofburg finden laut Corona-Plan für den Jahreswechsel nicht statt.
Kultur-Events möglich, Partys mit wenigen auch
- Kultur offen. Kleinere Veranstaltungen wie traditionelle Silvesterkabaretts oder Konzerte wären mit Sicherheitskonzept erlaubt.
- Partys zu Hause wird es nur mit Beschränkungen geben – im „Lockdown light“ waren maximal sechs Personen erlaubt.
Das Gesundheitsministerium verweist darauf, dass man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Vorhersagen für Silvester treffen könne. Bis zur Entwicklung einer wirksamen Impfung bleibe aber die Empfehlung zur "Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen, also Abstand halten, soziale Kontakte möglichst reduzieren und Mund-Nasen-Schutz jedenfalls aufrecht. Darunter fällt auch Feiern und größere Zusammenkünfte möglichst zu meiden."
3.600 Euro Strafe für Feuerwerk
In allen Orten gilt bereits ein Verbot, das privates Feuerwerk oder Böllerschießen im Stadtgebiet untersagt. Zwar halten sich nur wenige daran – und auch die Kontrolle ist schwierig. Bei Verstoß drohen jedenfalls bis zu 3.600 Euro Strafe und sogar drei Wochen Haft. Dafür gibt es ein offizielles Feuerwerk im Wiener Prater. Innsbruck und Graz verzichten darauf und bieten eine Lichtshow.