Rennen um harte Asyllinie

Strache gegen Kurz: Das Duell

20.08.2016

Kurz greift Straches Forderungen schneller auf, als dieser sie aufstellen kann.

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© ÖSTERREICH/ SInger, Stögmüller
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Burka-Verbot und Flüchtlingsstopp: Zwischen Außenminister Sebastian Kurz und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist ein Rennen um die härtere Asyllinie im Gange. Kurz fordert jetzt das, was ÖVP und SPÖ so lange abgelehnt hatten – ein Burka-Verbot. Und auch die Mindestsicherung für Flüchtlinge wollen die Schwarzen senken.

Der FPÖ-Obmann nennt Kurz einen »Kopierer«

Dem FPÖ-Chef schwant längst, dass ihm da einer den Rang abläuft – übrigens im Paarlauf mit SPÖ-Kanzler Christian Kern. Und das nicht nur am rechten Rand. Fast schon verzweifelt postet Strache: „Glaubwürdigkeit sieht anders aus.“ Kurz kopiere ja nur die FPÖ-Ideen. Darüber kann man streiten, fest steht aber: der ÖVP-Minister hat Erfolg.

  • Kurz ist beliebter. Im ÖSTERREICH-Politbarometer (600 Befragte, 10.–11. 8.) kommt Kurz bei der Frage, ob er positiv bzw. negativ aufgefallen sei, auf ein Saldo von plus 50 % – Strache nur auf minus 24 %.
  • Kanzlerduell. Während Strache eine fiktive Kanzlerdirektwahl gegen den amtierenden Regierungschef Christian Kern (SPÖ) verlieren würde, könnte Kurz den SPÖ-Chef locker mit 57 % zu 43 % in die Tasche stecken. Auch eine Leistung.

 

 

Ruf nach Kurz
Kein Wunder, dass kaum noch jemand damit rechnet, dass die ÖVP mit Parteichef Reinhold ­Mitterlehner in die nächste Wahl geht. Der Ruf nach Kurz, der nächste Woche 30 Jahre alt wird, dürfte unüberhörbar werden.


 

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