Experten fordern Wiedereinführung
Streit um Corona-Verschärfungen
Wien. Täglich grüßt das Corona-Murmeltier – und das auf beunruhigende Weise. Auch am Freitag hat die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen binnen 24 Stunden an der 50.000er-Marke gekratzt. Konkret waren es 49.323 – nur 109 weniger als am bisherigen Höchststand vom Donnerstag. Zudem wurden 27 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Spitälern ist am Freitag wieder gestiegen.
Ampel-Eklat. Zu allem Überfluss tobt schon wieder ein Streit über die Wiedereinführung strengerer Maßnahmen. Genau dieses Thema hatte am Donnerstagabend in der Sitzung der Corona-Ampelkommission zum Eklat geführt.
Rauch lässt Intervention bei Ampel dementieren
Anruf. Hatte die Kommission zunächst eine „Wiedereinführung“ strengerer Maßnahmen (wie 3G oder Masken überall etc.) gefordert, so war die Passage nach einer Intervention bei der Kommissionschefin Katharina Reich in „geeignete Präventionsmaßnahmen“ abgemildert worden. Am Telefon soll niemand Geringerer als der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch selbst gewesen sein – eine Ministeriumssprecherin dementierte das aber.
Länder fürchten in Spitälern Überlastung
Gleichwohl tobt wieder ein Streit zwischen einzelnen Ländern – konkret Wien, NÖ, aber auch Vorarlberg – über ein Comeback der Corona-Maßnahmen. Möglich wäre eine Maskenpflicht indoor überall, also auch im Non-Food-Handel.
Immer mehr Junge im Spital
Kein Wunder, denn die Ampelprognose für die Spitäler wird langsam dramatisch. Laut dem Lungenspezialisten Arschang Valipour kommen immer mehr junge Ungeimpfte ins Spital. Die landen dann zwar nicht auf der Intensivstation, da aber auch mehr Erkrankungen des Personals dazukommen, sind die Spitäler eben belastet. Die Ampel deutet sogar eine neuerliche „Systemüberlastung“ an.