Am 16. September will Weißmann sein Personalpaket im ORF-Stiftungsrat präsentieren.
Wien. Es dürfte eine Premiere im ORF anstehen. Erstmals in der Geschichte des Küniglbergs dürften drei von vier ORF-Direktoren mit Frauen besetzt werden. Wenn alles so bleibt, wie derzeit geplant, wird der designierte ORF-Chef Roland Weißmann auch Überraschungscoups präsentieren:
Thurnher wird Radio-Direktorin
Die langjährige und erfahrene ORF-Moderatorin und heutige ORF 3-Chefin Ingrid Thurnher soll ORF-Radiodirektorin werden. Ihr wird anerkennend zugerechnet, dass sich ORF 3 – für ORF-Verhältnisse ein Sender mit wenigen finanziellen Mittel – unter ihrer Führung zu einem echten und relevanten Info- und Kulturkanal gemausert hätte. Und einen „klassischen öffentlich-rechtlichen Auftrag verkörpere“, wie es ein ORF-Insider nennt.
Georg Spatt, ursprünglicher Favorit für den Job des ORF-TV-Direktors, hatte sich – wie von ÖSTERREICH berichtet – freiwillig aus dem Spiel als TV-Direktor genommen. Er bleibt Ö3-Chef.
Neue Fernsehdirektorin soll nun Stephanie Groiss-Horowitz werden, die bereits in der Programmdirektion gearbeitet hatte und derzeit Puls 4-Senderchefin ist. Ihr wird ebenso wie Thurnher hohe Kompetenz zugeschrieben.
Geschäftsführerin Eva Schindlauer
Das Trio der weiblichen Direktorinnen komplett machen soll ORF 3-Geschäftsführerin Eva Schindlauer. Auch ihr werden über Parteigrenzen hinweg Rosen gestreut.
Einziger Mann
Der einzige Mann in der Direktion soll wiederum GIS-Chef Harald Kräuter werden. Er soll Technik-Direktor werden. Dort hatte er bereits gearbeitet, hat also ebenfalls Erfahrung.
Offen, wer ORF 1-Channel Managerin werden soll.
ORF-Manager
ORF 2-Channel-Manager soll Alexander Hofer bleiben. Wer allerdings ORF 1-Channelmanager sein werde, scheint offen. Die bisherige Senderchefin, Lisa Totzauer, hatte ebenfalls für die ORF-Generalswahl kandidiert und dürfte ausscheiden. I. Daniel