Kerry & Co

Treffen für den Atom-Frieden in Wien

11.07.2014

US-Außenminister John Kerry will in Wien Irans Regime von Atomverzicht überzeugen.

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© AFP
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Am Sonntag wird Wien zur Drehscheibe für die wirklich Mächtigen der Welt: Die fünf UNO-Vetomächte – USA, Frankreich, Großbritannien, China und Russland – plus Deutschland und der Iran schicken teilweise ihre Außenminister, um die ins Stocken geratenen Atom-Gespräche in Wien wieder ins Laufen zu bringen.

VP-Außenminister Sebastian Kurz wird dabei neben Laurent Fabius und William Hague auch US-Außenminister John Kerry persönlich treffen.

Kerry will Atom-Deal mit Iran in Wien pushen
Bis zum 20. Juli soll es ein Abkommen mit dem Mullah-Regime geben, wonach der Iran auf Atomwaffen verzichten solle. Vor allem Kerry, dessen Nahost-Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern kläglich gescheitert sind, braucht nun dringend einen Erfolg.

Daher will er in den Gesprächen die Iraner persönlich überzeugen nachzugeben. Außenminister Kurz sagt im ÖSTERREICH-Interview, dass er sich von der Teilnahme der Außenminister „einen Turbo für die Verhandlungen“ erwarte.

Sonntag werden diese Gespräche jedenfalls hinter den streng abgesicherten Toren des Palais Coburg in der Wiener Innenstadt stattfinden.
 

Außenminister: "Tradition als Brückenbauer"

ÖSTERREICH: Am Sonntag wollen die mächtigsten Außenminister der Welt einen „Atom-Deal“ ausverhandeln. Welche Rolle spielen wir da?
Sebastian Kurz: Österreich hat eine lange Tradition als Brückenbauer. Als neutrales Land bieten wir einen guten Boden für Verhandlungen. Ich bin sehr froh darüber, dass wir die Iran-Verhandlungen nach Wien holen konnten. Sie haben bereits 24-mal in Wien getagt.

ÖSTERREICH: Sie hoffen, dass es zu einem Deal mit Irans Regime kommt? Davon würde die heimische Wirtschaft profitieren, nicht?
Kurz: Es ist positiv, dass die Außenminister nach Wien kommen, das könnte den Verhandlungen einen Turbo verleihen. Es muss sichergestellt werden, dass der Iran keine Atombombe erhalten kann. Davon würden alle profitieren. Es gibt genügend Krisenherde im Nahen Osten.

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