Knalleffekt
Umfrage: KPÖ & Impfgegner wären im Parlament
Nach Wahlen in Oberösterreich und Graz bebt österreichweit die Parteienlandschaft.
Wien. Mehr als 6 % für die Impfgegner MFG in OÖ, gleich 29 % für die Kommunisten von Vizebürgermeisterin Elke Kahr in Graz, die Chancen hat, Stadtchefin zu werden. Das „Superwahlwochenende“ gibt den Parteien einiges zum Nachdenken auf – vor allem der SPÖ, die Konkurrenz bekommt. Als erstes Umfrageinstitut hat Research Affairs für ÖSTERREICH (1.000 Befragte, 28.–30. 9., maximale Schwankungsbreite 3,2 %) die beiden Überraschungsparteien auch bundesweit abgecheckt.
- Sonntagsfrage. Zwar bliebe die ÖVP weiter klare Nummer 1, aber sowohl die Kahr-Kommunisten-Partei mit 4 % als auch die Impfgegner mit sogar 5 % wären – wenn heute, Sonntag, Neuwahlen wären – im Parlament. Eine Momentaufnahme zwar, aber doch eine Überraschung. Verlieren würden alle Parteien – die FPÖ würde sogar auf nur noch 15 % absacken.
- Wählbar. Ebenfalls für die Etablierten beunruhigend: 42 % halten die KPÖ für wählbar, im Fall der MFG sind es 27 %. Aber nur 37 % finden den Wahlerfolg der KPÖ „bedenklich“.
- Glaubwürdig. Die Wähler sind offenbar auf der Suche nach glaubwürdigen Alternativen à la Elke Kahr. So würden es gleich 70 % befürworten, dass Politiker ihrem Beispiel folgen und den Großteil ihres Gehaltes spenden.