Plus nach Parteitag
Umfrage: Kurz kann jetzt davonziehen
Wien. Kein kritisches Wort, eine in Türkis getauchte Show mit der schwangeren Freundin Susanne – und am Ende mit 99,4 % die Wiederwahl zum Parteichef. Die ÖVP-Strategen haben ihr Ziel erreicht: Die perfekt organisierte Kurz-Show beim Parteitag in St. Pölten lässt die ÖVP-Werte samt und sonders steigen, wie die brandaktuelle ÖSTERREICH-Umfrage (Research Affairs, 1.000 Befragte, 30. 8. bis 1. 9., max. Schwankungsbreite 3,2 %) zeigt.
- Sebastian Kurz (ÖVP) kann auch persönlich profitieren: War er im Sommer im ÖSTERREICH-Polit-Barometer unter die 30-%-Marke gerutscht (Ermittlungen!), so ergibt der Saldo aus „positiv bzw. negativ aufgefallen“ jetzt wieder satte 34 % – ein Plus von zwei Punkten zur Vorwoche. In der Kanzlerfrage kommt Kurz aktuell auf 42 %. Und auch die ÖVP kann nach längerer Zeit bei der Sonntagsfrage zulegen: 35 % – ergibt erneut klare Nr. 1.
- Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) – sie profitiert zwar von ihrem Auftritt beim ORF-Sommergespräch. Doch für die Kurz-ÖVP ist sie keine Konkurrenz: In der Sonntagsfrage kommt die SPÖ auf 22 % (+1) – im Barometer bleibt Rendi trotz Plus der vorletzte Platz.
- Herbert Kickl (FPÖ) stagniert mit seiner Partei bei 19 %, liegt aber damit klar über dem Wahlergebnis 2019.
- Für Werner Kogler (Grüne) geht es hingegen weiter bergab: Im Politbarometer verliert er wieder 2 Punkte, mit Minus 8 liegt er inzwischen auch hinter Heeresministerin Klaudia Tanner. In der Kanzlerfrage fällt er sogar unter 10 %. Nur 10 % haben die Grünen derzeit in der Sonntagsfrage vorn, und sie bleiben damit hinter den Neos von Beate Meinl-Reisinger – und das, obwohl die Pinken diesmal verlieren.
Stelzer steht in OÖ vor Wahlsieg
Am 26. September wählt Oberösterreich seinen Landtag – und Landeshauptmann Thomas Stelzer hat laut brandaktueller ÖSTERREICH-Umfrage (Research Affairs, 400 Befragte, 31. 8. – 2. 9.) gute Chancen, gleich bei seiner ersten Wahl einen Sieg einzufahren. Die ÖVP kommt konkret auf 40 %. Das sind fast 4 Punkte mehr als vor 6 Jahren als sie – noch mit Josef Pühringer – unter die 40-%-Marke fiel. Dass Stelzer ein noch größeres Plus winkt, zeigt die Frage zur Landeshauptmann-Direktwahl: Hier kommt er auf 45 %. Im Finish konnten zuletzt alle Landeskaiser zulegen, scheitern die Neos an der 4-%-Hürde und springt Stelzer über 45 %, dann ist eine absolute Mehrheit in Sicht.
Die FPÖ käme mit 25 % mit einem blauen Auge davon, leicht zulegen können Neos und Grüne. Die SPÖ hingegen liegt nach ihrem Desaster von 2015 erneut im Minus – und auf einem absolut blamablen dritten Platz.