"Heldendenkmal"
Nazi-Schreiben in Krypta entdeckt
Bildhauer Wilhelm Frass hatte die Schriftstücke 1935 versteckt.
Über Jahrzehnte hinweg hat das Gerücht kursiert, dass vom Bildhauer Wilhelm Frass 1935 im Denkmal des "toten Soldaten" in der Krypta am Wiener Burgtor ein nationalsozialistisches Huldigungsschreiben versteckt wurde. Nun herrscht Klarheit - und das Gerücht hat sich bewahrheitet. Allerdings: In der Metallkapsel im Betonsockel des Denkmals steckte noch ein zweites Schriftstück mit völlig konträrem Inhalt, nämlich einem Aufruf zum Pazifismus. "Wir können mit Fug und Recht von einer Sensation sprechen", betonte Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) daher am Donnerstag.