Das sagt ÖSTERREICH
Bye-bye, Rudi: Warum Anschober zurücktreten muss
Ich kenne Rudi Anschober seit mehr als 30 Jahren – und ich schätze ihn als besonders sympathischen Menschen und Politiker. Ehrlich. Kompetent. Engagiert. Kommunikativ.
Er war einst als Volksschullehrer schon ein exzellenter Journalist. Dann als NR-Abgeordneter ein „Urgestein“ der Grünen. Schließlich als Landesrat ein Erfolgs-Politiker. Als Gesundheitsminister freilich ist Anschober dramatisch gescheitert.
Klar: Das Amt eines Gesundheitsministers ist in dieser Corona-Krise ein Höllen-Job. Anschobers Kollege in Deutschland – Jens Spahn – ist ebenso unter Druck wie er.
Unser Gesundheitsminister freilich hat nicht nur bisher mit seinem täglichen Corona-Geschwafel, seinen an Absurdistan erinnernden Chaos-Verordnungen und seinem Versagen beim Schutz der Altersheime viel Schaden angerichtet …
… er führt unser Land jetzt in ein Impf-Desaster. Wenn Österreich im derzeitigen Tempo weiterimpft, brauchen wir bei 1 Million Impfungen pro Monat und den nötigen zwei Impfungen pro Person sagenhafte ZEHN Monate, also bis Dezember, bis 5 Millionen Österreicher durchgeimpft sind.
In Wahrheit hat Österreich auf den falschen Impfstoff gesetzt. Denn das von Anschober favorisierte AstraZeneca wird seine Lieferungen halbieren – uns gehen wohl sehr bald die Impf-Dosen aus!
Zusätzlich haben Anschobers Beamte einen Skandal-Vertrag mit der EU unterschrieben, der unser Land gegenüber anderen Staaten bei den Impfstoff-Lieferungen benachteiligt.
Jeder anständige Minister – und das ist Anschober – muss, wenn sein Ministerium nicht nur ihn, sondern das ganze Land so ins Chaos reitet, zurücktreten.
Anschober muss den Weg frei machen für einen Neustart in unserer Corona-Politik und vor allem für einen Neustart bei unserer Impf-Strategie. Wenn wir so weitermachen wie bisher, sind wir in Kürze das Schlusslicht in Europa. Und das werden Kanzler Kurz und Vize Kogler, die zuletzt ohnehin schon zu Schatten-Gesundheitsministern geworden sind, hoffentlich zu verhindern wissen …