Das sagt ÖSTERREICH

Wir wollen nicht länger Verlierer sein

20.08.2016

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner.

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© ÖSTERREICH/ Artner
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Das Olympia-Debakel von Rio mit einer einzigen matten Bronzemedaille bei 70 Athleten und 20 Millionen Aufwand zeigt: Österreich ist 
von einer Siegernation zu einem Verliererland geworden. Nicht nur im Sport.

Die Sportblamage zeigt, woran es fehlt: Während alle Staaten rund um uns eine leistungsorientierte Sportförderung aufgebaut haben, versickern die Fördermillionen in Österreich in verkrusteten Systemen feudaler Freunderl-Fachverbände, die den Mief unserer Proporzkoalition ausstrahlen.

Während überall auf der Welt Sport zum Um und Auf in den Schulen wird, gibt es in unserem kaputten Schulsystem keine tägliche Turnstunde, geschweige denn echte Sportförderprogramme. Die Bildungsministerin hat dazu weder eine Idee noch ein Konzept.

So wie unser Sport steht auch unsere Wirtschaft vor einem Debakel. Von den niedrigsten haben wir uns zu den höchsten Arbeitslosenzahlen „versandelt“.

Eine Neuwahl muss her – weil jede Lösung besser ist als die jetzige.

Christian Kern hat Reformpotenzial – wenn er den Neustart wagt (am besten mit Grünen und Neos), kann er das Land in Schwung bringen.

Sebastian Kurz wäre der Idealtyp für einen Neustart – ein Politiker mit Ideen, der heiße Eisen anfasst. Mit ihm käme die neue Generation ans Ruder. Endlich.

Und selbst HC Strache ist – bei allen Bedenken – noch besser als der Status Quo.

Das Olympia-Debakel zeigt: So kann’s nicht weitergehen. Wir wollen nicht länger Verlierer sein.

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