Wahl 2013

Zweiter mit Verlusten - ÖVP knapp vor FPÖ

29.09.2013


Neuerlich historischer Tiefststand bei der ÖVP.

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Die ÖVP geht als Zweiter durch die Nationalratswahl 2013. Trotz Wahlverlusten hat man mit der SPÖ die gemeinsame Mandatsmehrheit gehalten. Die Volkspartei blieb mit 23,8 Prozent (vorläufiges Endergebnis ohne Briefwahl und Wahlkarten) hinter der SPÖ und hauchdünn vor der FPÖ.

In der ÖVP-Zentrale wurde das Ergebnis gedämpft zur Kenntnis genommen. Man will das Beste aus dem Ergebnis machen, man sieht ein, dass die Regierung großen Reformbedarf hat. Laut Johannes Rauch ist das Ergebnis "ein Denkzettel für die beiden führenden Parteien".

Parteichef Michael Spindelegger wollte am Sonntagabend "trotzdem feiern", zwar nicht das Wahlergebnis, aber die "Bewegung", die in den vergangenen Wochen in Gang gesetzt worden sei, das erklärte der Kanzlerkandidat auf der Bühne im Partyzelt vor der Parteizentrale in der Lichtenfelsgasse. Dabei bekräftigte er auch, dass er sich "nicht gleich morgen" auf eine Neuauflage der Großen Koalition festlegen wolle - daraufhin brandete tosender Applaus auf. Unter den Gratulanten war dann am späteren Abend auch der niederösterreichische Parteichef Erwin Pröll.

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Parteichef Michael Spindelegger bei der Stimmenabgabe mit seinem Sohn, Foto: AFP.

Spindelegger: "Nicht den Kopf hängen lassen"
Spindelegger kam nach seinem Auftritt im Parlament im Festzelt an und betrat zur gleichen Melodie, die für ihn im Wahlkampf gespielt wurde, mit seiner Frau Margit und Sohn Patrick sowie "gelben" Unterstützern die Bühne. Zunächst bedankte sich der Parteiobmann bei den Unterstützern und sprach von einem "Gipfelpunkt" der vergangenen zwei Monate: "Ich wär' am liebsten hier gestanden und hätte gesagt, wir sind die Nummer eins. Das ist sich knapp nicht ausgegangen."

In seiner Ansprache hielt er fest, dass die nächste Regierung "so nicht weitergehen kann". Die ÖVP stehe für "konstruktive Gespräche" zur Verfügung. Man werde sich aber "nicht morgen festlegen, auf eine Neuauflage. Das möchte ich nicht." Aus dem heutigen Tag leite er jedenfalls ab: "Nur ja nicht den Kopf hängen lassen." Die Partei habe "gekämpft wie ein Löwe", er selbst voran. Man habe einen "tollen Wahlkampf" geführt.

Jetzt werde Bundespräsident Heinz Fischer die stärkste Kraft mit der Regierungsbildung beauftragen. Die ÖVP werde sehen, was die SPÖ anbiete. "Wir bleiben die Alten", im Sinne einer Volkspartei, die für die Bürger da ist, so Spindelegger. Er gehe jedenfalls "mit aufrechtem Gang in Gespräche". Die ÖVP solle "trotzdem feiern": "Auf geht's. Ja, es ist noch nicht am Ende", betonte der Parteiobmann.
 

 

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