Salzburg Spitzenreiter

Bundesliga: Zahl der Legionäre gestiegen

16.07.2013

56 ausländische Profis in der höchsten Spielklasse.

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In der Fußball-Bundesliga wird weiterhin hauptsächlich auf heimische Akteure gesetzt. Die Zahl der Legionäre in den Kadern der zehn Clubs kurz vor Meisterschaftsstart ist im Vergleich zum Vorjahr zwar von 52 auf 56 gestiegen, liegt aber weiterhin weit unter den Werten vergangener Jahre. Vor zehn Jahren etwa hatten die Vereine noch insgesamt 90 ausländische Profis beschäftigt.

"Österreicher-Topf" senkt Legionärszahl
Einen wichtigen Anreiz setzte die Liga 2005 mit der Einführung des "Österreicher-Topfes", der den Einsatz einheimischer Spieler finanziell vergütet. Seither ist die Entwicklung der Legionärszahl fast permanent rückläufig. Vor der vergangenen Saison wurde mit 52 ausländischen Spielern der Tiefststand seit der Öffnung des Spielermarktes durch das Bosman-Urteil 1995 verzeichnet.

Bullen sind Spitzenreiter
Einzig Vizemeister Red Bull Salzburg partizipiert weiterhin nicht am mit rund fünf Millionen Euro dotierten Sondertopf, der sich hauptsächlich aus TV-Geldern und dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) speist. Die Salzburger haben für die am Wochenende beginnende Saison vorerst 16 Legionäre im Kader - mehr als ein Viertel der Gesamtzahl in der Liga. Dahinter folgen Rapid mit sieben und Sturm Graz mit sechs ausländischen Profis.

Neustadt nur mit zwei Legionären
Die SV Ried und der SC Wr. Neustadt dagegen setzen auf lediglich drei bzw. zwei Fremdarbeiter. Die finanziell eingeschränkten Niederösterreicher hatten schon in der vergangenen Saison mit zwei Legionären, darunter Kapitän Peter Hlinka, das Auslangen gefunden - und den Klassenerhalt geschafft. Die meisten Einsatzminuten österreichischer Spieler, nach denen sich die Verteilung des "Österreicher-Topfes" richtet, verzeichneten in der Vorsaison die Rieder.

Spanier & Deutsche als "Lieblings-Legionäre"
Die Zahl der Legionäre in Liga könnte sich noch verändern, bleibt das Transferfenster doch bis 31. August geöffnet. Salzburg etwa denkt noch über die Verpflichtung eines Innenverteidigers nach. Vorerst bleiben Spanien und Deutschland die beliebtesten Importländer österreichischer Clubs. Je acht Spieler aus den beiden großen Fußball-Nationen befinden sich in den Bundesliga-Kadern - gefolgt von je vier aus Brasilien, Kroatien, Slowenien und der Slowakei.

 

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