Klare Sache

2:0 - Austria schießt Rapid nach Fan-Eklat in Mega-Krise

15.02.2026

Die Wiener Austria hat das Derby gegen Rapid mit 2:0 für sich entschieden. Während die Veilchen nach dem Sieg nur noch einen Punkt hinter Leader Salzburg liegen, war es für die Hütteldorfer bereits das zwölfte Spiel in Folge ohne Sieg. 

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Mit einem 2:0 im von einem Pyro-Skandal überschatteten 348. Wiener Derby klettert die Austria auf den 3. Tabellenplatz und stürzt Erzrivale Rapid noch tiefer in die Krise. Die Grün-Weißen bleiben unter Neo-Trainer Hoff Thorup sieglos und müssen sich als Tabellen-Siebenter ernsthafte Sorgen um die Qualifikation für die Meistergruppe der Top 6 machen. Bis zur Punkteteilung stehen nur noch drei Partien am Programm.

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Eggestein trifft und legt 2:0 auf

Das Prestige-Duell vor 15.600 Fans in Favoriten war symptomatisch für die drohende Zweiklassengesellschaft in Wien. Souverän die Austria, die unter Abwehrchef Dragovic nichts anbrennen ließ und vorne auf die Chancen lauerte.

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Die ersten beiden vernebelt Saljic (5.) noch. Doch zehn Minuten später schießt Eggestein nach Fischer-Flanke und gescheitertem Klärungsversuch durch Romeo Amane von rechts aus der Hüfte ins kurze Eck – 1:0 (15.). 

Bei Rapid geht alles schief: Erst muss Ndzie Grgic verletzt Platz machen (21.). Dann vertändelt Gulliksen einen Ball im Mittelfeld. Eggestein leitet den Konter ein und spielt auf Ranftl, der platziert den Ball präzise im langen Eck - 2:0 (35.). Bei der einzigen Halbchance für Rapid jagt Wurmbrand den Ball übers Tor (36.).

„Rapid fehlt ein Kommunikator wie ihn die Austria mit Dragovic hat“, analysiert Experte Andi Herzog zur Pause auf Sky. Zudem müsse der Trainer die Offensive komplett bauen „um auf Augenhöhe zu kommen“. Das passiert aber nicht, Gulliksen macht seinem defensiven Norwegen-Landsmann Börkeeiet Platz. Die Austria steht weiter hinten und lässt Rapid so zur einen oder anderen Chance. In der 60. Minute die erste gefährliche Rapid-Aktion: Bolla zieht an der Strafraumgrenze ab, Goalie Sahin-Radlinger streckt sich und leitet den Ball zur Ecke.

Skandal: Fans sorgen für 13 Minuten Unterbrechung

Erst in der 71. Minute setzt Rapid mit der Einwechslung von Kara (statt Kapitän Seidl) vorne Akzente – zu spät. Mehr Wirbel machen die Rapid-Fans, die ihren Unmut mit Raketen und Böllern Luft machen – 40 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit! Schiri Hameter greift ein und schickt die Spieler in die Kabine. Nach 13 Minuten wird die Partie doch noch fertiggespielt.

Austria jubelt über den zweiten Sieg im zweiten Derby 2025/26. Ob es im Frühjahr noch ein drittes Duell mit Rapid gibt, steht in den Sternen. Rapid wartet seit 12 Spielen auf einen Sieg. Am Samstag empfängt der Tabellen-Siebente den WAC in Hütteldorf: Da sind drei Punkte Pflicht!

Weimann sauer über Pleite und Fans: "So was wollen wir nicht sehen"

Rapid-Neostürmer Andreas Weimann meinte nach seiner ersten Derby-Niederlage schwer enttäuscht: "Noch mehr (als die Fan-Ausschreitungen, d. Red.) ärgert mich das Sportliche, die erste Halbzeit war inakzeptabel." Zur Pyro-Aktionen fand der langjährige England-Legionär klare Worte: "So was wollen wir nicht sehen!"

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