Bundesliga, 17. Runde
Admira als "Team der Stunde"
Sturm nach 0:2 gegen Admira nicht mehr Tabellenführer.
Alar mit erster Chance
Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Flugzeugabsturzes in Kolumbien, bei dem am Montagabend auch 19 Spieler des brasilianischen Fußball-Clubs Chapecoense ums Leben gekommen waren, übernahm Sturm zu Beginn das Kommando. Die erste Chance fand Deni Alar nach einer Schmerböck-Flanke vor, doch sein Kopfball fiel zu zentral aus und wurde zur Beute von Admira-Tormann Andreas Leitner (6. Minute). Dieser war auch bei einem Drehschuss von Bright Edomwonyi auf dem Posten (12.).
Nach dieser Anfangsoffensive agierten die Grazer gegen die sehr zweikampfstarken und früh attackierenden Admiraner zu einfallslos. Die einzig nennenswerte Admira-Chance in Hälfte eins resultierte unmittelbar vor der Pause aus einem Fernschuss von Christoph Knasmüllner, den Sturm-Tormann Christian Gratzei zur Ecke klärte (45.+4).
Beide Teams mussten früh wechseln: Admiras Linksverteidiger Markus Pavic wurde wegen einer Oberschenkelzerrung bereits in der elften Minute durch Patrick Wessely ersetzt. Und Alar, der weiter mit elf Treffern die Torschützenliste anführt, schied mit Verdacht auf einen Mittelfußknochenbruch aus, weshalb Roman Kienast in der 23. Minute aufs Feld kam. Der 26-jährige Ex-Rapidler hatte sich schon im August 2014 eine solche Verletzung im selben Fuß zugezogen und war danach zwei Monate ausgefallen.
+++Deni Alar schwer verletzt+++
Nach dem Wechsel hatte die Admira die erste Topchance, doch Lukas Spendlhofer lenkte den Schuss von Eldis Bajrami gerade noch ins Out (48.). Auf der Gegenseite hatte Edomwonyi gleich zwei Mal das 1:0 auf dem Fuß: Zunächst setzte sich der 22-jährige Nigerianer gegen die beiden Admira-Innenverteidiger Markus Wostry und Fabio Strauss durch, sein Abschluss zischte jedoch knapp am langen Eck vorbei (50.). Nur eine Minute später scheiterte er an Leitner.
Monschein wieder eiskalt
In Minute 62 war dann wieder Gratzei gefordert. Nach Bajrami-Querpass parierte er zunächst den Schuss von Knasmüllner und hielt dann jenen von Wessely. Und bei einem Fernversuch von Daniel Toth hatte der Sturm-Schlussmann große Probleme (65.). Bei beiden Gegentoren war Gratzei aber machtlos. Nachdem Jeggo im Mittelfeld den Ball an Ebner verloren hatte, schickte dieser Monschein, der eiskalt abschloss und damit im vierten Match in Folge traf.
Der Admira-Torschütze verspürte wenig später einen Stich im hinteren Oberschenkel und musste ausgetauscht werden. Doch davon ließen sich die Gäste nicht beirren und hatten bereits in der 87. Minute die erste Chance aufs 2:0: Nach Knasmüllner-Vorlage scheiterte Sax, der erst in der 76. Minute eingewechselt wurde und viel Schwung brachte, aus rund zehn Metern an Gratzei. Kurz darauf spielte Ebner auf Sax, der den Ball perfekt ins lange Eck zirkelte, wo der Ball via Innenstange im Netz landete und die Partie damit endgültig entschieden war. Unmittelbar nach diesem Tor verließen Hundertschaften der 8.351 Fans vorzeitig die Merkur Arena.