Derby gegen Rapid

Austria will die Vorherrschaft in Wien

22.10.2016

Violett möchte die Derby-Misere beenden. Das Selbstvertrauen passt.

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Die jüngsten Derby-Niederlagen hat Thorsten Fink nicht vergessen. Von seinen bisherigen fünf Stadtduellen als Austrias Trainer hat der Deutsche vier verloren. Anfang August setzte es für die Violetten im ersten Vergleich dieser Saison ein 1:4 gegen den grünweißen Erzrivalen. Dennoch liegt die Austria derzeit in der Tabelle zwei Zähler vor Rapid.

"Sie wollen uns überholen, müssen dafür gewinnen. Wir wollen das aber auch. Wir gehen jedenfalls mit einer positiven Stimmung ins Derby, wissen aber, dass es schwer wird", meinte Fink vor dem 319. großen Wiener Fußball-Derby am Sonntag (16.30 Uhr im LIVE-TICKER). Bangen musste er um den Einsatz von Raphael Holzhauser, der mit einer Knöchelblessur vom Europa-League-Spiel bei der AS Roma zurückkehrte.

Das 3:3 in Italien sorgte am Donnerstagabend für strahlende Gesichter bei den Wienern. Wermutstropfen war der langfristige Ausfall von Kapitän Robert Almer. Der 32-Jährige wird im Tor nun vom zwölf Jahre jüngeren Osman Hadzikic ersetzt. Die Austria wird wohl auch am Sonntag im ersten Derby in Rapids Allianz Stadion mit einem Durchschnittsalter von weniger als 23 Jahren einlaufen.

Grünwald: "Mit breiter Brust ins Spiel"

Dass die Veilchen nach elf Runden als Vierter vor Rapid liegen, ist den jüngsten zwei Ligasiegen geschuldet. Diese gelangen gegen die Nachzügler St. Pölten (2:1) und Mattersburg (2:0) nicht wirklich überzeugend, das Selbstvertrauen ist laut Alexander Grünwald dennoch gestiegen. "Man kann sagen, wir gehen mit einer breiten Brust ins Spiel", merkte der durch Almers Ausfall zum Kapitän aufgestiegene Mittelfeldmann an.

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Inwiefern Fink nach dem Europacup rotieren wird, bleibt abzuwarten. Der in Rom gesperrte Lukas Rotpuller wird in die Start-Elf zurückkehren. Ismael Tajouri könnte seine Chance von Beginn an erhalten. Kevin Friesenbichler plagte in der vergangenen Woche eine im U21-Teameinsatz erlittene Wadenblessur. Der Stürmer saß gegen die Roma nur auf der Tribüne.

Fink kündigt defensive Ausrichtung an

Im Westen Wiens darf auch erwartet werden, dass die Austria mit kalkuliertem Risiko in die Partie geht. Beim 1:4 im Heimspiel wurde mehr Mut zur Offensive ebenso nicht belohnt wie beim 1:3 bei Sturm Graz oder dem 1:4 in Salzburg. Fink will daraus gelernt haben. "Es ist wichtig, defensiv gut zu stehen. Wir haben es offensiver versucht, jetzt werden wir es einmal anders probieren", sagte der Deutsche.

Nicht irritieren lassen wollen sich die Austrianer von der unruhigen Lage bei Rapid. Der Rivale ist schon drei Runden sieglos. "Wir dürfen uns von der Situation bei Rapid nicht beeinflussen lassen. Wenn wir unsere Leistung zu hundert Prozent abrufen, wird es für Rapid schwer", meinte Fink. "Aber das gilt auch umgekehrt."

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