Trainer-Entlassung in Hütteldorf

Die Hintergründe: So lief Kühbauer-Aus

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Das Protokoll zum Kühbauer-Aus bei Rapid: Am Dienstag war das Ende der Ära beschlossene Sache, Don Didi erfuhr via Telefonat mit Sportboss Zoki Barisic von seinem Abschied.
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Das Anfang vom Ende war Rapids desolte Leistung am Sonntag beim 1:4 gegen den WAC. Im Anschluss an das Spiel kritisierte Coach Kühbauer seine Spieler öffentlich, bezeichnete die Leistung als "nicht bundesligatauglich". Die Rapid-Verantwortlichen kündigten eine interne und schonungslose Analyse an - und hielten Wort. Am Dienstag leitete Kühbauer noch das Training. Danach soll es in der Kabine zu einem Eklat zwischen Trainer und Spieler gekommen sein. Spätestens jetzt war auch den Verantwortlichen klar: Kühbauer hat die Mannschaft verloren, das Band ist zerschnitten.

Präsidium entscheidet Dienstag Abend: Aus für Kühbauer

Am Dienstag Abend war die Trainer-Diskussion das Thema Nummer 1 bei der Präsidiumssitzung. Präsident Martin Bruckner, der Vorstand und die beiden Geschäftsführer Christoph Peschek und Zoran Barisic berieten über die Zukunft von Kühbauer. Und kamen zu später Stunde zum Entschluss: Es ist Zeit für einen Neuanfang, die Ära der Rapid-Legende auf der Trainerbank ist zu Ende.

Bei der Trainingseinheit am Mittwoch Vormittag war Kühbauer schon gar nicht mehr dabei. Die Einheit leiteten Co-Trainer Manfred Nastl, dessen Zeit bei Rapid nun auch zu Ende ist, und Torwarttrainer Jürgen Macho. Um 12.30 Uhr wurde die Mannschaft offiziell darüber informiert, was die Spieler eh schon alle ahnten: Kühbauer ist nicht mehr Rapid-Trainer. Der Coach selbst erfuhr von seinem Abschied in einem Telefonat mit Sportboss Barisic.

Feldhofer und Gregoritsch sind in der Poleposition

Nach der offiziellen Bestätigung werden Co-Trainer Thomas Hickersberger und Legende Steffen Hofmann das Training interimistisch leiten. Im Hintergrund läuft die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren: Eine interimistische Lösung ist so gut wie ausgeschlossen und auch nicht das Ziel der Hütteldorfer. Sportboss Barisic, von April 2013 und Juni 2016 Rapid-Trainer, verzichtet auf die in England übliche Doppelfunktion. Hofmann kann den Posten nur langfristig übernehmen, wenn ihm ein Trainer mit A-Lizenz (beispielsweise Hickersberger) zur Seite gestellt wird.

Direkt nach dem Abschied von Kühbauer begannen die Gespräche mit möglichen Nachfolger-Kandidaten. In der Poleposition sind U21-Teamchef Werner Gregoritsch und Ex-Rapid-Meisterspieler Ferdinand Feldhofer, der ablösefrei wäre. Legende Andreas Herzog würde Ablöse kosten und steht bei den Klub-Bossen hingegen nicht allzu hoch im Kurs. Auch der zuletzt bei Barnsley gefeuerte Markus Schopp ist in Hütteldorf kein Thema.

Nur wenn Rapid in den kommenden Tagen keinen geeigneten Nachfolger findet, könnte das Duo Hofmann/Hickersberger die letzten sechs Spiele bis zur Winterpause übernehmen. Dann würde Rapid den neuen Mann auf der Betreuerbank erst im neuen Jahr bekannt geben.