Vor Sturm-Hit
Eklat um Werner: Trainer Helm ruft Austria zum Handeln auf
13.03.2026Austria-Trainer Stephan Helm hat sich nach dem "Hausbesuch" einiger Austria-Fans beim ungeliebten Investor Jürgen Werner mit einem längeren Statement zu Wort gemeldet.
„Es kann sich keiner wegducken“, stellte Helm am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Meistergruppen-Auftakt am Sonntag (ab 17 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) gegen Sturm Graz klar. Seit eineinhalb Jahren werde intern gestritten und immer wieder auf die schwierigen Rahmenbedingungen verwiesen. „Aber es gibt auch Leute, die verantwortlich sind, das in den Griff zu kriegen“, betonte der Austria-Coach und appellierte an die Verantwortlichen, endlich Lösungen zu finden.
Gollowitzer: »Überschrittene Grenze«
Der Hintergrund: Auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Ried hatte sich eine größere Gruppe von Austria-Fans vor Werners Anwesen in Wels versammelt. Dabei wurden Parolen skandiert, auf einem Transparent stand: „Jürgen Werner – nimm dei Reibach & schleich di einfach.“
Für Helm war die Aktion eine klare Grenzüberschreitung. „Das, was passiert ist, war deutlich zu viel. Kein Mensch will, dass plötzlich Leute vor seinem Zuhause auftauchen – egal ob zwei oder fünfzig“, sagte der 41-Jährige. Gerade weil viele der Beteiligten selbst Familien hätten, müsse klar sein, dass solche Aktionen nicht in Ordnung seien. Auch der Verein reagierte deutlich. Präsident Kurt Gollowitzer sprach von einer „klar überschrittenen Grenze“ und kündigte Konsequenzen an. Man werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
Fischer blickt Richtung Sturm-Kracher
Werner hatte seinen Posten als Sportvorstand bereits im August 2025 abgegeben, ist mit seiner WTF-Investorengruppe aber weiterhin am Klub beteiligt. Seitdem schwelt ein Konflikt mit Teilen der Vereinsführung, unter anderem mit Finanzvorstand Harald Zagiczek.
Auch Kapitän Manfred Fischer stellte sich klar gegen die Fan-Aktion. „Die Privatsphäre jeder Person muss respektiert werden“, betonte der Mittelfeldspieler. Solche Vorfälle hätten weder im Fußball noch im Alltag etwas verloren.Gleichzeitig zeigte er sich stolz auf seine Mannschaft, die trotz der Unruhe rund um den Klub immer wieder geschlossen auftrete. Klar ist: Sportlich steht für die Austria mit dem Meistergruppen-Start gegen Sturm Graz ein richtungsweisendes Spiel an – doch abseits des Platzes brodelt es bei den Violetten weiter gewaltig.