Neuer Trainer
Thorsten Fink bei Austria präsentiert
Ex-Bayern-Spieler und -Basel-Erfolgscoach Thorsten Fink hat sich zum Ziel gesetzt, den in der Liga auf Platz sieben abgestürzten "Traditionsclub" FK Austria Wien wieder an die Spitze zu führen. "Wir wollen oben mitspielen, denn da gehört die Austria hin", sagte der Deutsche am Samstagvormittag bei seiner Präsentation als neuer Trainer der Favoritner. "Ich freue mich auf diese tolle Aufgabe."
Kontakt vor 2 Wochen
Vor knapp zwei Wochen war der 47-Jährige erstmals von Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt kontaktiert worden, "Trainer für diesen tollen Club" zu werden. "Ich habe nicht lange gebraucht, um mich zu entscheiden", erklärte Fink, dass ihm die Zusage alles andere denn schwer gefallen sei. "Franz hat mich mit seiner Art und seinem Konzept überzeugt, da ist mir nicht anderes übrig geblieben."
Die Basis habe vom ersten Moment gestimmt, da "Konzept und Spielphilosophie sofort überein gepasst" hätten. "Es hat zwar noch zwei, drei Anfragen gegeben, aber der Franz hat mich am meisten überzeugt", gestand der ehemalige Co-Trainer von Red Bull Salzburg, der 2010 mit Basel das Double geholt und den Einzug in die Champions League geschafft hatte.
"Wichtig ist für mich Teamwork, Leidenschaft und dazu muss man auch noch Visionen und Ziele haben, das sind die drei wichtigsten Punkte, um Erfolg zu haben", betonte Fink, der auch seine Spielphilosophie schon preisgab. "Wir wollen offensiv spielen, agieren, nicht reagieren. Wir wollen schnell spielen auf den Außenbahnen und im Angriff."
Er kennt Österreich
Seit seinem Weggang von Salzburg Anfang Jänner 2008, als er zu Ingolstadt gewechselt war und den jetzigen Hasenhüttl-Club in die 2. deutsche Fußball-Bundesliga geführt hatte, habe sich in Österreichs Oberhaus nicht viel verändert. "Es wird hier sehr hart gespielt in der ersten Liga, und Red Bull ist die Nummer eins", sagte Fink. Doch er will die Machtverhältnisse neu ordnen. "Salzburg und Rapid sind derzeit vorne weg, aber auf lange Sicht wollen wir vorne wegmarschieren."
Die Arbeit des langjährigen Spielers des deutschen Rekordmeisters Bayern München, mit dem er 2001 auch Champions-League- und Weltpokalsieger wurde, beginnt erst am 22. Juni, wenn die Vorbereitung auf die neue Saison startet. Davor werde er sich nicht in die Arbeit von Interimscoach Andreas Ogris vor dem für die Austria so wichtigen Cup-Finale am Mittwoch in Klagenfurt gegen Red Bull Salzburg einmischen, stellte Fink klar. Ogris wird auch künftig im Betreuerteam eine wichtige Rolle innehaben "Er wird auch Co-Trainer sein", verriet Fink.