Seitenhieb

Rangnick vs. BVB: Chukwuemeka-Deutsch sorgt für Aufsehen

30.03.2026

Er trifft, er liefert – und sorgt danach für Gesprächsstoff. Carney Chukwuemeka legte beim ÖFB einen Einstand hin, der kaum besser hätte laufen können. Doch während auf dem Platz alles nach Plan verlief, wurde es nach dem Schlusspfiff plötzlich deutlich brisanter… 

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Traumstart auf dem Platz – und klare Worte danach: Carney Chukwuemeka schlug bei seinem ÖFB-Debüt sofort ein. Beim 5:1 gegen Ghana traf der Dortmund-Legionär nach nur 30 Minuten Spielzeit – und sorgte nach Abpfiff mit einem lässigen „Oida, bist deppart?“ auch abseits des Rasens für Schmunzeln.

Rangnick: »Deutschunterricht war Pflicht«

Während sportlich alles rund lief, wurde Teamchef Ralf Rangnick im Anschluss deutlich – und schickte einen kleinen Seitenhieb Richtung Borussia Dortmund. „Wir müssen schon noch die Kirche im Dorf lassen“, sagte er über die Deutschkenntnisse des 22-Jährigen, betonte aber zugleich: „Das muss im Interesse der Vereine liegen.“

Mit Verweis auf seine Stationen bei Hoffenheim und Leipzig erklärte Rangnick: „Da war dreimal pro Woche Deutschunterricht Pflicht.“ Und er legte nach: Würde nun der ÖFB bei Spielern aus der Bundesliga mit Sprachkursen vorangehen, wäre das „so, als würden wir ihnen über Ernährungsberater sagen, wie sie sich ernähren sollen – und daheim essen sie dann irgendeinen Schmarrn“.

BVB zeigt sich verwundert

Chukwuemeka, in Wien geboren und in England aufgewachsen, kommuniziert derzeit hauptsächlich auf Englisch. Beim ÖFB geht man damit pragmatisch um: Ein Dolmetscher unterstützt die Abläufe, zusätzlich hilft ein internes Vokabelsystem bei taktischen Inhalten.

In Dortmund wiederum sorgten Rangnicks Aussagen für Verwunderung. Laut „Kicker“ sei die Sprachsituation intern längst bekannt gewesen und habe weder Einbürgerung noch Nominierung beeinflusst. Gleichzeitig verweist der Klub auf seine Integrationsarbeit – bei englischsprachigen Profis wird jedoch bewusst auf verpflichtende Sprachkurse verzichtet.