Nach Patzer

Widerliche Rassimsus-Attacke auf ÖFB-Star Danso

19.04.2026

Nach dem Patzer von Tottenham-Verteidiger Kevin Danso kam es zu ekelhaften Beleidigungen. 

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Der ÖFB-Teamverteidiger leistete sich in der 95. Minute im Strafraum einen Ballverlust, der im 2:2 für Brighton & Hove Albion resultierte. Tottenham war nach Treffern von Pedro Porro (39.) und Xavi Simmons (77.) auf Kurs zum ersten Sieg in diesem Kalenderjahr gelegen. Als derzeit noch Tabellen-18. bleiben sie in der Abstiegszone stecken. 

Nach dem Spiel kam es in den sozialen Medien zu ekelhaften Kommentaren gegen Kevin Danso, die klar rassistisch sind. "Es gibt keinen Platz für Rassismus bei Tottenham Hotspur. Es gibt keinen Platz für Rassismus im Fußball", verurteilte Tottenham den Shitstorm in aller Deutlichkeit.

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"Kevin hat unsere vollständige und bedingungslose Unterstützung – als Spieler und als Mensch. Niemand in diesem Verein wird in einer solchen Situation allein gelassen", so der Klub weiter. Man werde mit der Polizei zusammenarbeiten und strengsmögliche Maßnahmen ergreifen.

Das Statement im Wortlaut

Seit dem gestrigen Spiel gegen Brighton & Hove Albion, das im Rahmen des „No Room For Racism“-Wochenendes der Premier League stattfand, ist Kevin Danso massiven und abscheulichen rassistischen Beleidigungen in den sozialen Medien ausgesetzt – und wird dies weiterhin.

Wir haben widerwärtigen, entmenschlichenden Rassismus gehört und gesehen. Ein Verhalten, das zweifellos eine Straftat darstellt. Es wird nicht toleriert.

Der Verein ergreift umgehend Maßnahmen. Wir melden alle identifizierten Inhalte der Metropolitan Police sowie den zuständigen Behörden in den Ländern, in denen sich die Täter befinden, und den entsprechenden Social-Media-Plattformen. Wir werden auf die strengstmöglichen Maßnahmen gegen jede einzelne identifizierte Person drängen.

Kevin hat unsere vollständige und bedingungslose Unterstützung – als Spieler und als Mensch. Niemand in diesem Verein wird in einer solchen Situation allein gelassen.

Weder Form noch Tabellenplatz können rassistischen Missbrauch jemals entschuldigen oder erklären. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Leistung auf dem Platz und dem „Recht“, einen Spieler diskriminierend anzugreifen. Kritik an Leistungen gehört zum Spiel. Rassismus nicht.

Wir arbeiten mit spezialisierten Drittanbietern zusammen, die sich der Überwachung von Online-Missbrauch, der Untersuchung von Vorfällen und der Identifizierung von Tätern widmen.

Tätern drohen Freiheitsstrafen, Stadionverbote, Vorstrafen, Geldstrafen, gemeinnützige Auflagen oder von der Polizei angeordnete Bildungsprogramme. Wir haben bereits erfolgreich strafrechtliche Verurteilungen nach Angriffen auf unsere Mitarbeiter und Spieler erwirkt – auch bei Tätern im Ausland – und zudem unbefristete Vereinsverbote ausgesprochen.

Wir fordern X, Instagram und alle Plattformen auf, schnell und entschlossen zu handeln, wenn rassistische Inhalte gemeldet werden. Außerdem bitten wir jeden, der solche Vorfälle sieht, diese direkt an uns zu melden, damit wir die konsequentesten Maßnahmen ergreifen können.

Für Rassismus ist bei Tottenham Hotspur kein Platz. Im Fußball gibt es keinen Platz für Rassismus.