Neue Wende: Bayern pokert um DFB-Star

13.01.2026

Im Transferpoker um Nico Schlotterbeck deutet sich eine Entwicklung an, die vor allem dem FC Bayern in die Karten spielen könnte. 

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Entgegen jüngster Spekulationen plant Real Madrid offenbar keinen konkreten Vorstoß für den Innenverteidiger von Borussia Dortmund. Das berichtet die spanische „Marca“.

Damit widerspricht das Blatt Berichten der „BILD“, wonach Schlotterbeck zuletzt verstärkt in den Fokus der Königlichen gerückt sei. Auslöser dieser Gerüchte war die bevorstehende Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern. Da Real Madrid den Franzosen ebenfalls beobachtet haben soll, wurde Schlotterbeck als mögliche Alternative gehandelt. Laut „BILD“ hätte der BVB im Fall eines Verkaufs eine Ablöse von rund 50 Millionen Euro aufgerufen, sollte sich der 26-Jährige gegen eine Verlängerung über 2027 hinaus entscheiden.

Bayern statt Real?

Nach Informationen der „Marca“ verfolgt Real diese Spur derzeit jedoch nicht weiter. Zwar sondiert der spanische Rekordmeister weiterhin den Markt für Defensivspieler, ein konkreter Plan rund um Schlotterbeck besteht demnach aber nicht. Real hatte bereits im vergangenen Sommer kräftig in die Abwehr investiert und mit Dean Huijsen, Álvaro Carreras und Trent Alexander-Arnold drei neue Verteidiger verpflichtet. Zudem laufen die Verträge von Antonio Rüdiger und David Alaba im kommenden Sommer aus, wobei sich vor allem bei Alaba eine Trennung abzeichnet. Auch die erneute Langzeitverletzung von Éder Militão fließt in die Überlegungen mit ein.

Neben Upamecano sollen bei Real zwischenzeitlich auch Ibrahima Konaté vom FC Liverpool sowie Marc Guehi von Crystal Palace Thema gewesen sein – letzterer steht ebenfalls auf der Liste des FC Bayern.

BVB-Star begehrt

Unabhängig vom Madrid-Interesse bleibt Schlotterbeck in München weiter ein Kandidat. Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis Sommer 2027, der BVB drängt auf eine Verlängerung, doch der Nationalspieler spielt bislang auf Zeit. Nach „BILD“-Informationen beschäftigen sich die Bayern selbst bei einem langfristigen Verbleib von Upamecano weiterhin mit Schlotterbeck. Hintergrund ist die intern noch nicht abschließend geklärte Zukunft von Minjae Kim, dessen Abschied im Sommer nicht ausgeschlossen ist.

Eine kurzfristige Bayern-Offensive gilt jedoch als unwahrscheinlich. In München wird vielmehr ein ablösefreies Szenario im Sommer 2027 als realistische Option betrachtet, sollte Schlotterbeck seinen Vertrag beim BVB nicht verlängern. In Dortmund gibt man sich derweil kämpferisch. Sportdirektor Sebastian Kehl betonte zuletzt: „Natürlich versuchen wir zu überzeugen – mit all der Power, die dieser Klub hat, ich glaube auch, mit der Wertschätzung, die der Junge spürt, mit den Zielen, die wir gemeinsam erreichen wollen.“ Zugleich stellte Kehl klar: „Solche Themen müssen ein bisschen reifen.“ 

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