Nach Alkohol am Steuer

US-Torfrau Hope Solo zu Haftstrafe verurteilt

26.07.2022

Die ehemalige US-Torfrau Hope Solo muss nach Trunkenheit am Steuer für 30 Tage ins Gefängnis. Zudem erhält die 40-Jährige eine 24-monatige Haftstrafe auf Bewährung.

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Die frühere Star-Torfrau der US-Fußballerinnen, Hope Solo, ist wegen Alkohol am Steuer zu einer Gefängnisstrafe von 30 Tagen verurteilt worden. Zudem verhängte ein Gericht im US-Bundesstaat North Carolina am Montag (Ortszeit) eine 24-monatige Haftstrafe auf Bewährung für die 40-Jährige, wie die Nachrichtenagentur AP aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft zitierte. Zuvor habe sich Solo schuldig bekannt, Ende März unter Alkoholeinfluss Auto gefahren zu sein.

Eine Polizeistreife hatte sie auf einem Parkplatz in der Großstadt Winston-Salem in North Carolina ohnmächtig in ihrem Wagen vorgefunden, während der Motor lief und ihre zweijährigen Zwillinge auf dem Rücksitz saßen. Die Ex-Torhüterin gab der Zeitung "Winston-Salem Journal" zufolge ihren Führerschein ab und entschuldigte sich bei ihrer Familie und ihren Fans. Für die Zeit, die sie in einer stationären Rehabilitationseinrichtung verbracht hatte, wurden ihr 30 Tage angerechnet.

Sie habe einen "großen Fehler" gemacht, schrieb Solo in einem Post auf Instagram. "Ich habe unterschätzt, welch ein zerstörerischer Teil meines Lebens der Alkohol geworden war." Der Bluttest nach dem Vorfall vom März hatte demnach ergeben, dass Solo die dreifache Menge des erlaubten Alkoholgehalts im Blut hatte. Zudem habe die Corona-Pandemie Probleme für ihre Familie mit zwei kleinen Kindern mit sich gebracht, schrieb sie in ihrem Post. Die dreimalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin von 2015 stand mehr als 200 Mal für das US-Nationalteam auf dem Platz. Sie ist seit 2012 mit dem ehemaligen Football-Profi Jerramy Stevens verheiratet.

Das Gericht verhängte weitere Auflagen, darunter zur Suchtbehandlung. Zudem muss Solo eine Geldstrafe von 2.500 Dollar (etwa 2.446 Euro) zahlen sowie die Kosten für alle Labortests in Höhe von 600 Dollar (etwa 587 Euro) übernehmen. Einige der ursprünglichen Vorwürfe gegen sie, etwa Widerstand gegen einen Beamten sowie Misshandlung von Kindern, seien fallengelassen worden, zitierte die Zeitung ihren Anwalt.
 

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