Europa League
Pleite für Sturm! 0:3-Niederlage in Rotterdam besiegelt Europa-Cup-Aus
22.01.2026Sturm Graz hat die letzte Chance auf den Play-off-Einzug in der Europa League verspielt. Die Steirer verloren in Rotterdam bei Feyenoord 0:3. U17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl feierte mit 17 Jahren sein Profi-Debüt.
Sturm Graz hat am Donnerstag in Rotterdam gegen Feyenoord mit 0:3 verloren und damit die letzte Chance auf den Play-off-Einzug in der Europa League verspielt. Die Tore erzielten Tsuyoshi Watanabe (5.), Anis Hadj Moussa (68.) und Goncalo Borges (89.). Damit ist eine Runde vor Ende klar, dass Sturm die Top 24 nicht mehr erreichen kann. Das letzte Spiel gegen Brann Bergen hat nur noch statistischen Wert.
- Roter Stern fixiert Aufstieg! Arnautovic-Assist zum 1:0-Sieg in Malmö.
- "Wird schwierig": Bayern kämpfen um Upamecano
- Finaler XXL-Ligaspieltag: Wer überlebt in der Königsklasse?
Frühes Tor entscheidet Richtung
Dass die Punkteausbeute nicht größer wurde, zeichnete sich schon nach nicht einmal fünf Minuten ab. Hadj Moussa schlug einen Corner zur Mitte, Watanabe durfte unbedrängt per Kopf vollenden. Es war ein denkbar schlechter Start für Neo-Trainer Fabio Ingolitsch, der in der Startelf auf U17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl setzte. Der Mittelfeldspieler feierte sein Debüt für die Sturm-Profis und wurde mit 17 Jahren und 11 Tagen zum jüngsten Österreicher, der jemals in der Europa League eingesetzt wurde.
Sturm mit wenigen Chancen
In der 15. Minute tauchte Seedy Jatta nach Pass von Otar Kiteishvili vor dem Tor auf, lupfte den Ball aber über Feyenoord-Goalie Timon Wellenreuther und neben das Tor. Die ohne Gernot Trauner angetretenen Rotterdamer hatten alles unter Kontrolle. Nach dem Seitenwechsel bekamen die rund 40.000 Fans ein ähnliches Bild: viele Zweikämpfe, dafür wenige spielerische Glanztaten.
Feyenoord beendet Negativserie
Entschieden wurde die Partie in der 68. Minute. Zunächst feuerte Kiteishvili einen scharfen Volley Richtung Tor ab, doch Wellenreuther war auf dem Posten. Im Gegenzug landete der Ball im Sechzehner bei Hadj Moussa, und der Flügelspieler war mit einem Schuss ins kurze Eck erfolgreich. Damit war der Widerstand von Sturm gebrochen und der Negativlauf von Feyenoord beendet – die Niederländer hatten in den sechs Bewerbspartien davor bei zwei Unentschieden vier Niederlagen kassiert.
Stimmen zur Partie
Fabio Ingolitsch (Sturm-Graz-Trainer):
"Wir haben 90 Minuten aus dem Spiel heraus ordentlich verteidigt, das Problem waren die Standards. Wir hatten auch Probleme, die direkten Duelle zu gewinnen. Wenn du die Bälle nicht halten kannst, kommen sie zurück wie ein Bumerang, und dann schaut es so aus wie heute. Es ist ärgerlich, wie wir uns bei Standards verhalten. Das zieht sich wie ein Kaugummi durch die Europa-League-Saison. Ich hatte das Gefühl, dass wir fast alle 50:50-Duelle verloren haben. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns, das ist aber keine neue Erkenntnis. Wir wissen, an welchen Schrauben wir drehen müssen."
Jon Gorenc Stankovic (Sturm-Graz-Kapitän):
"Wir waren in der ersten Hälfte gut im Spiel, aber kassieren immer wieder in der Europa League Tore aus Standardsituationen. Auf diesem Niveau ist das der Unterschied, das müssen wir verbessern. Wir investieren so viel, und dann kassieren wir so einfache Tore. Es fehlt noch ein bisschen, daran werden wir in den nächsten Wochen arbeiten."
Otar Kiteishvili (Sturm-Graz-Spieler):
"Das frühe Gegentor war natürlich hart, vor allem aus einer Standardsituation. Eigentlich haben wir gut verteidigt, aber dann haben wir zwei Konter eingefangen. Aus dem Spiel heraus haben sie gar nicht so viele Chancen kreiert. Wir müssen im letzten Drittel mutiger sein, besser kombinieren und die Chancen nutzen. Wir brauchen das Extra-Gefühl zueinander, um Chancen herauszuspielen."
Robin van Persie (Feyenoord-Trainer):
"Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Wir haben gut verteidigt und keine einzige hundertprozentige Chance zugelassen. Es fühlt sich wie ein Neustart für uns an. Das frühe Tor war der Schlüssel, es hat uns aber in dem Moment gar nicht so gut getan, weil wir trotzdem schlampig waren und nicht genug Ruhe am Ball hatten. In der zweiten Hälfte war es dann anders. Am Ende haben wir noch zwei schöne Tore erzielt, und je länger das Spiel ging, desto mehr Kontrolle hatten wir."
Statistiken zum Spiel
Feyenoord - SK Sturm Graz Endstand 3:0 (1:0).
Stadion: De Kuip (Rotterdam)
SR: Meler (TUR)
Tore:
- 1:0 ( 5.) Watanabe
- 2:0 (68.) Hadj Moussa
- 3:0 (89.) Borges
Feyenoord:
Wellenreuther - Lotomba, Ahmedhodzic, Watanabe, Bos (62. Plug) - Valente, Steijn (79. Larin), Hwang (79. Targhalline) - Hadj Moussa (72. Sauer), Ueda (62. Van Persie), Borges
Sturm:
Chudjakow - Malic (80. Mitchell), Aiwu, Oermann, Karic - Horvat (80. Hödl), Gorenc Stankovic, Weinhandl (74. Rozga), Kiteishvili - Jatta (58. Kayombo), Malone (80. Beganovic)
Gelbe Karten:
Hwang, Hadj Moussa bzw. Malic
Rotterdam - Fußball-Europa-League - Ligaphase, 7. Runde