Champions League

Janko warnt Austria vor Ex-Klub Porto

16.09.2013

"Austria muss sehr guten Tag erwischen, um Porto ärgern zu können."

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Mit dem FC Porto hat die Austria am Mittwoch (20.45 Uhr im oe24-Liveticker) beim Champions-League-Debüt ein europäisches Schwergewicht in Wien zu Gast. Davon weiß auch Österreichs Fußball-Teamstürmer Marc Janko zu berichten, der von Jänner bis August 2012 beim portugiesischen Serienmeister und vierfachen Europacup-Sieger unter Vertrag stand. "Ich glaube, dass die Austria schon einen sehr guten Tag erwischen muss, um den FC Porto ärgern zu können", meinte Janko im Interview mit der APA - Austria Presse Agentur.

"Absoluter Underdog"
Der 30-Jährige gibt dem ÖFB-Champion aber im Auftaktmatch der Gruppe G, in die auch Atletico Madrid und Zenit St. Petersburg gelost wurden, durchaus Außenseiterchancen. "Von der Papierform her ist die Austria absoluter Underdog, aber das bedeutet im Fußball bekanntlich wenig. Im Fußball ist alles möglich, das macht ihn ja so spannend."

Der FC Porto ist auch für Janko "ein Phänomen". "Sie haben es über all die Jahre wie kein anderer Verein in Europa geschafft, die Spieler-Fluktuation hoch zu halten und gleichzeitig satte Transfereinnahmen zu generieren", erzählte Janko angesichts von hoch lukrativen Porto-Transfers mit Kickern wie Hulk, Radamel Falcao, James Rodriguez, Pepe oder Deco.

Ausbildungsverein
"Porto versteht es wie kein zweiter Verein, junge Spieler zu holen, sie auszubilden und um teures Geld wieder zu verkaufen", berichtete Janko über das besondere Geschick des seit Beginn der 1980er-Jahre von Jorge Nuno Pinto da Costa geleiteten Vereins. Club-Präsident Pinto da Costa ist laut Janko "zweifelsohne eine lebende Legende in Porto". "Alle Porto-Fans verehren ihn zutiefst. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass die Fans ihm mehr zujubelten als so manchem Star der Mannschaft", erinnerte sich Janko. "Er ist ein unglaublich einflussreicher und wichtiger Mann in Porto. Sogar wenn die Spieler in die Stadt Kaffee trinken gehen, weiß er sofort, wo sie waren und mit wie viel Zucker sie ihren Kaffee getrunken haben."

Wie immer hat Porto auch im vergangenen Sommer mit u.a. Rodriguez, Joao Moutinho oder Rolando zahlreiche Leistungsträger abgegeben. Dies sei jedoch laut Janko kein Grund, zu glauben, dass das Team schwächer geworden sein könnte. "Ich gehe davon aus, dass die Neuen über eine ebenso hohe Qualität verfügen."

Porto nicht zu unterschätzen
Dass sich bei der Austria bei einigen Spielern und vielen Fans nach der Auslosung Enttäuschung breitgemacht hatte, da es aus dem ersten Topf "nur" Porto geworden ist, ist für Janko keine Überraschung. "Wenn man das Wort Champions League hört, dann assoziiert man als Österreicher Vereine wie Real Madrid, FC Barcelona, Bayern München oder Manchester United. Aber ich warne davor, den FC Porto zu unterschätzen."

Neue Chance bei Trabzonspor?

Bei seinem aktuellen Arbeitgeber Trabzonspor steht Janko inzwischen wieder mit deutlich besseren Karten da, denn Trainerstab und Vorstand wurden komplett ausgewechselt. "So wie es aussieht, stehen für mich die Uhren am schwarzen Meer wieder auf Null", berichtete Janko nach einem Gespräch mit dem neuen Clubboss Ibrahim Haciosmanoglu über einen bevorstehenden Neuanfang. "In diesem sehr positiven Gespräch wurde mir klar gemacht, dass ich von nun an wieder das volle Vertrauen des Vereins habe und sie auf mich setzen wollen. Das stimmt mich durchaus positiv für die Zukunft. Aber wichtig ist, dass auf diese Aussagen nun auch Taten folgen." Jankos bis dato letzter Liga-Einsatz für Trabzonspor liegt mittlerweile sieben Monate zurück.

 

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