Happel-Stadion wird Festung

Alarmstufe Rot vor Türkei-Match

28.03.2016

Die Anschläge von Brüssel wirken sich auch auf das Ländermatch gegen die Türkei aus.

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© TZ Oesterreich Niesner Lisi
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Es herrscht nicht nur sportlich große Nervosität vor dem heutigen Testspiel Österreich – Türkei (20.30 Uhr, live auf ORF 1). Wien wird heute zur Hochsicherheitszone – Alarmstufe Rot für alle Einsatzkräfte.

Nach den Attentaten in Brüssel (35 Tote; siehe auch Grafik und Story rechts) und davor auch in der Türkei wurden die Security-Vorkehrungen drastisch erhöht. „Der Aufwand ist größer wegen der internationalen Lage“, sagt Polizeisprecher Roman Hahslinger zu ÖSTERREICH.

Für Polizei, Rettung, Feuerwehr, Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) und Wiener Linien sind heute weit mehr als 1.000 Einsatzkräfte im ­Sicherheits-Dienst:

Bombenalarm: Hunde suchen das Stadion ab

  • Seit Tagen schon wird das Stadion mit Hunden nach Sprengstoff durchsucht.
  • 450 Polizisten patrouillieren heute im Ernst-Happel-Stadion im Wiener Prater.
  • 600 Securitys zusätzlich stellt der ÖFB – macht zusammen schon über 1.000.
  • Sicherheitszone. Um das ganze Stadion wurde eine „Sicherheits­zone“ eingerichtet. Sie dient der Polizei als Puffer. Wer sich hier auffällig benimmt, kann sofort weggewiesen werden.

Security: Verschärfte Kontrollen an Eingängen

  • Kontrollen. An den Eingängen gelten verschärfte Personenkontrollen.
  • Die Einsatzzentrale für die Operation ist in der Landespolizei­direktion am Wiener Schottenring untergebracht. Hier sitzen heute Abend ein Dutzend Polizisten und die Koordinatoren der anderen Blaulicht-Organisationen vor unzähligen Monitoren und beobachten die Lage im und ums Stadion. Solche Kommando­zentralen werden sonst bei Großdemos eingesetzt.

Keine Garantie
„100-prozentige Sicherheit kann man nie garantieren, aber wir wollen so nahe wie möglich hinkommen“, sagt Bernhard Neuhold, der Sicherheitschef des ÖFB.

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