Trainer-Zoff

Deutsch-Debatte um ÖFB-Star: Kovac kontert Rangnick nach Chukwuemeka-Aussage

02.04.2026

Nach dem starken ÖFB-Debüt von Carney Chukwuemeka sorgt nicht seine Leistung, sondern eine Aussage von Teamchef Ralf Rangnick für Wirbel. Jetzt meldet sich Dortmund-Coach Niko Kovac zu Wort – und widerspricht klar. 

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Auslöser der Debatte war das erste Länderspiel von Carney Chukwuemeka für das ÖFB-Team. Der 22-Jährige feierte dabei mit Tor und zwei Siegen einen starken Einstand.

Rangnick kritisiert fehlende Deutschkenntnisse

Für Gesprächsstoff sorgte auch eine Aussage von Ralf Rangnick. Der Teamchef zeigte sich überrascht über die Sprachsituation beim Borussia Dortmund-Profi:

„Ich war schon auch ein bisschen überrascht, dass man in Dortmund bisher noch gar nicht versucht hat, mit ihm Deutschunterricht zu machen.“ 

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Kovac kontert klar

Die Antwort aus Dortmund ließ nicht lange auf sich warten. BVB-Coach Niko Kovac widersprach Rangnick deutlich – und stellte klar, dass die Kommunikation im Team funktioniere:

„Wir kommunizieren sehr gut, jeder ist verständlich. Wenn wir aneinander vorbeireden würden, würden wir in der Bundesliga nicht da stehen, wo wir stehen.“

Dabei setzt Borussia Dortmund bewusst auf Englisch als gemeinsame Sprache: „Das machen wir in Englisch und das ist, denke ich mir, auch ganz in Ordnung“, erklärte Kovac.

Internationaler Fußball als Realität

Kovac betonte zudem die internationale Ausrichtung des Clubs. In einer globalen Fußballwelt seien mehrere Sprachen längst Standard – nicht nur im Fußball, sondern auch in anderen Sportarten.

Gleichzeitig stellte er klar, dass Spieler grundsätzlich bemüht seien, die jeweilige Landessprache zu lernen. Im dichten Spiel- und Trainingsrhythmus sei das jedoch nicht immer einfach umzusetzen.

Chukwuemeka übernimmt Verantwortung

Der betroffene ÖFB-Teamspieler selbst sieht die Situation differenziert. Chukwuemeka, der in Wien geboren wurde, aber in England aufwuchs, nimmt sich selbst in die Pflicht:

„Die Verantwortung liegt nicht beim Club, sondern bei mir. Ich bin schon ein Jahr in Dortmund.“

Sportlich läuft es für den Mittelfeldspieler jedenfalls: Mit seinem starken Start im ÖFB-Team hat sich Chukwuemeka sofort in den Fokus gespielt – die Diskussion um seine Deutschkenntnisse dürfte ihn dabei vorerst begleiten.