Was für eine Ansage! Österreichs Nationalteam fegt Ghana am Freitagabend im Wiener Prater mit 5:1 vom Platz. Im Fokus standen dabei die beiden "Neuzugänge" Carney Chukwuemeka und Paul Wanner, die bei ihren Debüts sofort einschlugen.
Im Wiener Happel-Stadion herrschte am Freitag Partystimmung. Das Team von Ralf Rangnick zeigte sich im WM-Test gegen Ghana in Torlaune, wobei vor allem die neuen Gesichter für Furore sorgten. Besonders der 22-jährige Carney Chukwuemeka, der nach einer Stunde eingewechselt wurde, lieferte sofort ab.
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Traum-Einstand für Chukwuemeka
Nur 17 Minuten nach seinem ersten Auftritt im ÖFB-Dress zappelte der Ball im Netz. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit seinem Dortmund-Kollegen Marcel Sabitzer erzielte der Mittelfeldspieler das Tor zum 4:1. "Ein fantastisches Gefühl", jubelte der in Wien geborene und in England aufgewachsene Profi nach dem Schlusspfiff im ORF-Interview.
Wanner als Vorlagen-Maschine
Auch Paul Wanner rechtfertigte seine Entscheidung für Österreich sofort. Der Sohn einer Vorarlbergerin kam zur Pause und war direkt an der Entstehung von drei Treffern beteiligt. Unter anderem leitete er mit einem weiten Pass auf Sabitzer das 2:0 durch Michael Gregoritsch ein und trat den entscheidenden Corner zum 3:0.
Rangnick setzt auf 1A-Positionen
Teamchef Ralf Rangnick zeigte sich hochzufrieden mit seinen Schützlingen. Er betonte, dass er beide bewusst auf ihren Idealpositionen eingesetzt habe – Chukwuemeka etwa zentral auf der "Zehn" statt am Flügel. "Viel besser kann so ein Debüt nicht laufen", so der Deutsche, der den beiden eine glänzende Zukunft im Nationalteam voraussagt.
Dolmetscher für den Torschützen
Ein kleines Hindernis gibt es für Chukwuemeka allerdings noch: die Sprache. Der Dortmund-Legionär spricht kaum Deutsch, weshalb ihm Physiotherapeut Peter Geigle bei Besprechungen als Dolmetscher zur Seite stand. Rangnick zeigte sich überrascht, dass der BVB in über einem Jahr bisher keinen Unterricht für den Spieler organisiert hatte.