Zuschauer verwundert
ORF-Kommentatoren kennen Spieler nicht
31.03.2026Beim Testspiel des ÖFB-Nationalteams gegen Südkorea zogen sich die Kommentatoren den Unmut der TV-Zuseher zu.
Das ÖFB-Team bereitet sich seit letzter Woche auf das Sport-Highlight des Jahres, die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko vor. Der ORF, der auch das Testspiel am Dienstag gegen Südkorea zeigte, wird beim Mega-Turnier in Nordamerika mindestens zwei Spiele unseres Nationalteams übertragen.
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Im Rahmen dessen verkündete die interimistische ORF-Chefin vor dem Spiel im Ernst-Happel-Stadion, dass Legende Andreas Herzog bei der WM als Experte im Einsatz sein wird. Das zeigt, dass die Vorbereitungen auch hier schon angelaufen sind.
Der ORF wird auf jeden Fall unser erstes und drittes Gruppenspiel gegen Jordanien und Algerien übertragen. Im Falle eines Achtelfinal-Aufstiegs werden von da an alle weiteren rot-weiß-roten Partien am "Einser" zu sehen sein. Während das ganze Land langsam im WM-Fieber ist und auch unsere Stars bereit für das Highlight sind, dürfte man beim ORF noch Anlaufschwierigkeiten haben.
Kritik an Kommentatoren
Schon beim Test-Sieg gegen Ghana vergangenen Freitag gab es Kritik am Kommentatoren-Duo. Und auch gegen Südkorea hinterfragte man die Vorbereitung von Kommentator Dietmar Wolff und Experte Michael Liendl. Denn anstatt die Südkoreaner beim Namen zu nennen, wich man aus und wiederholte immer wieder "der Koreaner". Der einzige bekannte Asiate am Platz war Heung Min Son, da schweifte Liendl allerdings zu seiner Begegnung mit ihm ab, als er mit dem WAC gegen Tottenham spielte.
Für Aufregung sorgte auch eine Aussage, als Jusung Kim verletzt ausgewechselt wurde. Für den Verteidiger kam Taehyeon Kim ins Spiel, die als Scherz gedachte Aussage, dass sich "an der Anzahl der Kims am Platz nichts ändert", zeigte aber die Einstellung der Profis zu dem Spiel sehr klar.
Nicht einmal Bayern-Star Minjae Kim wurde Beachtung geschenkt. Möglich, dass sein Name ein Grund dafür war, denn in der Startaufstellung standen gleich drei Kims und vier Spieler mit dem Namen Lee. Dennoch erhofft man sich eine bessere Vorbereitung auf eine Partie und gegen Fußball-Zwerg Jordanien wird es wohl noch schwerer, Infos zu bekommen, als gegen die international angesehenen Südkoreaner. WM-reif war diese Leistung auf jeden Fall noch nicht.