Gruppe F
Neuseeland kann nur überraschen
18.05.2010
"All Whites" bei zweiter WM-Teilnahme krasser Außenseiter.
Erst zum zweiten Mal hat sich Neuseeland für eine Fußball-WM-Endrunde qualifiziert. Und wie 1982 in Spanien sind die "All Whites" auch in Südafrika in der Gruppe F gegen Titelverteidiger Italien, Paraguay und WM-Debütant Slowakei der große "Underdog". Vor 28 Jahren setzte es mit dem 2:5 gegen Schottland, 0:3 gegen die Sowjetunion und 0:4 gegen Brasilien drei klare Niederlagen, diesmal soll es wenigstens zum ersten Punkt reichen.
Ricki Herbert
Teamchef Ricki Herbert und sein Assistenztrainer
Brian Turner waren beim WM-Debüt Schlüsselspieler der damaligen Mannschaft.
Das Duo hat in den vergangenen fünf Jahren aus den Neuseeländern eine solide
Mannschaft geformt, deren große Stärken sicher in der von Kapitän und
Blackburn-Rovers-Innenverteidiger Ryan Nelsen organisierten Abwehr liegen.
So schaffte es etwa Bahrain in den beiden Play-off-Matches der letzten
Qualifikationsphase nicht, die Verteidigungslinie des Ozeanien-Meisters zu
überwinden.
"Kiwis"
Doch gegen Weltklasse-Mannschaften stehen die
"Kiwis" trotzdem meist auf verlorenem Posten. So erlitten sie im Vorjahr im
Confederations Cup gegen Europameister Spanien ein 0:5-Debakel.
Gruppenfavorit Italien konnten sie zuletzt allerdings ärgern, unterlagen in
einem Freundschaftsspiel am 10. Juni 2009 nach dreimaliger Führung nur 3:4.
Den Trefferreigen eröffnete damals übrigens Shane Smeltz, auf dessen
Torriecher die Neuseeländer bei der WM hoffen.
Torschützenkönig
Der am 29. September 1981 in Göppingen
geborene Stürmer wurde 2007 und 2008 als Ozeaniens Fußballer des Jahres und
im Vorjahr als bester Spieler der australischen A-League ausgezeichnet.
Außerdem war Smeltz in der abgelaufenen Saison mit 19 Treffern für seinen
Club Gold Coast United Torschützenkönig in "down under".
Andreas Herzog
Auf seinen legendären Landsmann Wynton Rufer, der
zusammen mit dem ÖFB-Rekordinternationalen Andreas Herzog lange Zeit für
Werder Bremen gespielt hatte und zu Beginn des Jahrtausends als Ozeaniens
Fußballer des Jahrhunderts geehrt worden ist, fehlt dem 28-Jährigen aber
trotzdem noch einiges, vor allem ein Engagement in einer europäischen
Top-Liga. Um sich für eine solche zu empfehlen, ist die WM die perfekte
Bühne.