Noch nicht genug
Rehhagel will weiterarbeiten
Griechenlands Ex-Teamchef fühlt sich "noch fit" für Trainerjob.
Auch nach dem Rückzug als griechischer Teamchef sieht Otto Rehhagel das Ende seiner Trainerkarriere noch nicht gekommen. "Ich höre nicht auf, ich habe keine Sekunde daran gedacht, aufzuhören. Ich fühle mich fit. Ich mache nur eine kurze Pause", sagte der 71-Jährige in einem Interview der "Bild am Sonntag" vier Tage nach dem Vorrunden-Aus der Griechen bei der Fußball-WM in Südafrika.
Anfragen sind da
Es habe in den vergangenen zwei Monaten schon
Anfragen gegeben, berichtete Rehhagel weiter. "Aber darüber spreche ich
jetzt nicht." Selbst eine Rückkehr in die Bundesliga hält der
Trainer-"Oldie" für möglich. "Ich schließe überhaupt nichts aus. Ich habe
mich ja selbst in die Freiheit entlassen und mache nur das, was mir passt.
Ich will meine immense Erfahrung weitergeben. Wenn die einer braucht, stehe
ich zur Verfügung."
9 Jahre lang in Griechenland
Am vergangenen Donnerstag hatte
Rehhagel nach neun Jahren einen Schlussstrich unter seine Tätigkeit als
Coach der Hellenen gezogen, die er 2004 sensationell zum Europameistertitel
geführt hatte. Bei der WM hatte sein Team das Achtelfinale verpasst,
Rehhagels Bilanz fällt trotzdem positiv aus. "Wir haben mehr erreicht, als
uns viele zugetraut haben. Ich hatte ja schon vor der WM gesagt, dass bei
uns alles stimmen muss."
Griechenlands Verbandspräsident Sofoklis Pilavios habe ihn noch einmal umstimmen wollen. "Aber für mich war der Zeitpunkt des Abschieds gekommen. Die Mannschaft ist intakt und wir haben etliche junge Spieler ans Team herangeführt. Aber Griechenland braucht einen Neuanfang", meinte Rehhagel. Für den Deutschen war es ein Abschied mit Wehmut: "Griechenland ist ein Stück meines Lebens. Ich hatte ein außergewöhnliches Verhältnis zu den Menschen in Athen. Sie haben mich immer mit viel Respekt und großer Herzlichkeit behandelt. Das vergisst man nicht."