Hütteldorfer Krise

Verliert Rapid jetzt auch noch Pacult?

25.10.2010


Berater bereits in Kontakt mit Köln. Jetzt droht Totalabsturz.

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Diese Fakten lassen sich nicht schön reden: Von den letzten sieben Liga-Spielen gewann Rapid nur eines – beim glücklichen 3:2 gegen die Nobodys aus Kapfenberg. Ansonsten gab es drei Pleiten und drei Remis.

Auch Trainer Peter Pacult wirkt derzeit ratlos. Nach dem 1:1 am Sonntag in Wr. Neustadt nahm PP die Schiris aufs Korn. Grund: Rapid musste die letzten beiden Liga-Spiele zu zehnt beenden. Kavlak (beim 1:1 gegen Wacker) und Kayhan (in Wr. Neustadt) sahen Gelb-Rot. Pacult: „Die Schiri-Entscheidungen gehen mir schön langsam auf den Geist. Es ist schwierig, wieder nach oben zu kommen, wenn sich die Unparteiischen quer legen. Vielleicht hat ja jemand was dagegen, dass Rapid wieder hoch kommt ...“

Pacult vor Abflug?
Hat Pacult schon die Nase voll vom Job beim Rekordmeister? ÖSTERREICH erfuhr aus sicherer Quelle: Der deutsche Berater Gerhard Welz bot den 50-Jährigen am Sonntag für den vakanten Trainerposten in Köln an (für den gefeuerten Zvonimir Soldo). Pacult: „Kein Kommentar. Über ungelegte Eier spricht man nicht.“ Also kein Dementi.

Pacults Mannschaft hat derzeit genug andere Probleme. Jan Vennegoor of Hesselink fällt wochenlang aus (s. Extra-Story). Steffen Hofmann droht dasselbe Schicksal. Der Kapitän hat mit Adduktorenproblemen zu kämpfen – eine Folge seiner chronischen Schambeinreizung. Am Mittwoch soll eine Magnetresonanz neue Aufschlüsse bringen.

Intern wissen alle bei Rapid: „Steff“ bräuchte dringend eine Pause. Wie gefährlich eine verschleppte Schambein-Blessur ist, zeigt der Fall Mario Sonnleitner: Der fiel in seiner Zeit beim GAK sieben Monate aus. „Sonni“ berichtet: „Bei mir war die Lage schlimmer als beim Steffen. Ich hoffe, dass er am Sonntag wieder spielen kann. Wir brauchen ihn und seine Kreativität in Salzburg.“

Rapids Titeltraum droht zu platzen
Apropos Salzburg! Beim wieder erstarkten Meister (1:0 in Innsbruck) droht Rapid der Total-Absturz. Eine Niederlage, und der Punkte-Rückstand auf die Spitze könnte zweistellig werden. Dann wäre der grün-weiße Meistertraum schon nach zwölf Runden geplatzt!

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