WM-Play-off

DARUM spielt Italien Schicksalsspiel in Mini-Stadion

26.03.2026

Italien bangt wieder einmal um die Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft. Wie 2018 und 2022 müssen die "Azzurri" den Weg über das Play-off finden. Dabei spielt man in Bergamo nur vor 25.000 Zuschauern.

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Der vierfache Weltmeister Italien könnte die größte WM aller Zeiten verpassen. Die stolze Fußball-Nation muss am Donnerstag (ab 20.45 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) in der New Balance Arena von Bergamo gegen Nordirland bestehen.

Das Schicksal der "Azzurri" steht auf dem Spiel, bei einer Niederlage verfolgt man das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada zu Hause vor dem Fernseher. Dabei nehmen heuer erstmals 48 Mannschaften teil, es droht der absolute Super-GAU.

In der Qualifikations-Gruppe hatte man gegen die Tormaschine aus Norwegen das Nachsehen und muss nun über das Play-off gehen. Italien steckt schon länger im Tief. Nach dem 1:4 zum Abschluss der Qualifikationsspiele gegen Norwegen bat Teamchef Gennaro Gattuso die Fans um Verzeihung. Er glaube "fest an die Mannschaft", sagte der Weltmeister von 2006 nun.

12 Jahre ohne WM-Spiel 

Die bis dato letzte Partie der Italiener bei einer WM-Endrunde war das 0:1 gegen Uruguay am 24. Juni 2014 in Brasilien. Das Aus kam damals nach der Gruppenphase. Der Negativtrend wurde nur durch den überraschenden Titel bei der EM 2021 kurz unterbrochen. Verbandspräsident Gabriele Gravina will den italienischen Fußball mit einem neuen Nachwuchskonzept nach vorne bringen. Aus seiner Sicht werde zu viel Wert auf Taktik gelegt.

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Dennoch verzichtet man am Donnerstag für das Schicksalsspiel auf einen Hexenkessel. Anstatt, wie üblich, in einem der legendären Fußball-Tempel in Mailand (75.000 Zuschauer), Turin (41.500 Zuschauer) oder Rom (72.700 Zuschauer) zu spielen, hat man sich für das Mini-Stadion in Bergamo entschieden.

Dort werden nur 25.000 Fans kommen. Der Grund könnte kurioser nicht sein. Gattuso gab an, dass es einen ganz einfachen Grund gibt. Man habe Angst, von den eigenen Fans ausgepfiffen zu werden. Wenn weniger Leute kommen, wird das mögliche Pfeifkonzert nicht so laut. Somit wird aus dem Heimvorteil ein absolutes Schauerspiel. Sollte man in Bergamo gewinnen, kommt es im Finale um die WM-Teilnahme zu dem Duell mit dem Sieger der Partie Wales gegen Bosnien-Herzegowina.

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