Sonderregelung?

FIFA unter Druck: Millionen-Streit um WM-Stadion

Am 11. Juni wird die Mega-WM in Mexiko eröffnet. Doch vor dem Turnier gibt es weiter Ungereimtheiten, wodurch der Fußball-Weltverband FIFA zunehmend unter Druck gerät.

Als die USA, Mexiko und Kanada den Zuschlag für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 erhalten haben, war der Jubel groß. Vom größten Event der Fußball-Geschichte war schnell die Rede. Mit 48 Teams gab es noch nie so viele Teilnehmer, und vor allem die NFL-Tempel in den USA versprechen Top-Stimmung.

Doch bereits bei der Generalprobe im Vorjahr, bei der Klub-WM in den USA, wurden die ersten Zweifel laut. Die Spieler litten unter der Hitzewelle, die auch im kommenden Sommer zu erwarten ist. Noch dazu haben nicht alle Stadien ein verschließbares Dach, so auch die Final-Arena, das MetLife Stadium, Heimat der New York Giants und New York Jets.

Hinzu kamen die politischen Konflikte, wie der Iran-Krieg. Der islamische Staat soll, während man im Krieg mit Gastgeber USA ist, eben dort seine Spiele ausrichten. Die von US-Präsident Donald Trump verschärften Einreisebestimmungen erschweren die Organisation für die Verbände und Fans obendrein.

Probleme bei WM-Stadien

Vor wenigen Wochen gab es auch in Mexiko einen riesigen Aufreger, als unweit vom WM-Stadion in Guadalajara ein Massengrab ausgehoben wurde. Weiters überlegte Foxborough, seinen Status als Austragungsort zurückzuziehen, weil man die hohen Kosten in Sachen Sicherheit nicht stemmen könne.

Gianni Infantino und Donald Trump

Gianni Infantino und Donald Trump

© Getty

Die FIFA muss weniger als 80 Tage vor dem Auftakt noch mehrere Probleme lösen, ein Wettlauf gegen die Zeit. Wie nun das renommierte Blatt "The Athletic" berichtet, gibt es im Hintergrund allerdings noch einen weiteren Brennpunkt. Denn in den Verträgen für die WM-Stadien ist festgehalten, dass während der Weltmeisterschaft vorhandenes Sponsoring verschwinden muss. So heißen etwa die Arenen, in denen der ÖFB auflaufen wird, etwa statt Levi"s Stadium (Santa Clara) San-Francisco-Bay-Area-Stadion, das AT&T-Stadium in Arlington wird zum Dallas-Stadion.

Sonderfall in Halbfinal-Arena

Im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, ow unter anderem ein Halbfinale stattfindet, gibt es allerdings noch ein weiteres Problem, das die Verantwortlichen bis jetzt nicht lösen konnten. Denn auf dem verschließbaren Dach der Arena mit 75.000 Zuschauern prangt ein riesiger Mercedes-Stern.

Den abzudecken würde ein enormes Sicherheitsrisiko darstellen, da man nicht gewährleisten kann, dass die Konstruktion nicht einbricht. Eine vorübergehende Entfernung würde Kosten in Millionenhöhe verursachen, die ebenfalls niemand übernehmen will. Nachdem die meisten Partien in Atlanta aufgrund des vorhandenen Daches zur Mittagszeit angesetzt sind, ist eine Öffnung des Daches auch keine Option, weil die Temperaturen am Feld ansonsten zu hoch wären.

Atlanta Stadion
© Gett

Mittlerweile dürfte sich allerdings eine Lösung abzeichnen, die FIFA dürfte dem Vernehmen nach nachgegeben haben. Das Mercedes-Logo darf auf dem Dach bleiben. Allerdings sind während der ganzen WM Bilder aus der Luft strengstens untersagt. Somit würde der Stern zwar weiterhin vorhanden sein, soll allerdings nicht gezeigt werden, um die offiziellen Partner nicht zu verärgern.

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