Nach Hadjar-Strafe

Darum wurde Max Verstappen nicht disqualifiziert

06.05.2026

Gleich mehrere Strafen und Disqualifikationen wurden während dem Rennwochenende in Miami ausgesprochen, darunter Red-Bull-Fahrer Isack Hadjar wegen eines Bauteils. Dabei hatte sein Teamkollege Max Verstappen das gleiche Teil verbaut.

 

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Das Rennwochenende in Miami war für die Rennleitung sehr chaotisch. Gleich nach dem Sprint wurde Audi-Fahrer Gabriel Bortoleto disqualifiziert. Bei seinem Wagen haben die Druckspitzen im Ansaugsystem nicht den Regeln entsprochen. Verantwortlich dafür waren die hohen Temperaturen in Miami.

Der Stress ging auch nach dem Rennen am Sonntag weiter. Ganze acht Untersuchungen musste die Rennleitung durchführen. Nur zwei wurden schuldig gesprochen: Ferrari-Pilot Charles Leclerc und Red-Bull-Star Max Verstappen. Leclerc erhielt eine Zeitstrafe von 20 Sekunden und verlor dabei zwei Plätze. Verstappen bekam eine 5-Sekunden-Strafe. Er hatte davon keine negativen Folgen.

2 Millimeter führten zur Disqualifikation 

Schon am Samstag musste der Niederländer zittern. Nach der Qualifikation wurde sein Teamkollege Isack Hadjar disqualifiziert. Bei seinem Wagen ragten die sogenannten "Floorboards", also die vertikalen Leitbleche am vorderen Ende des Unterbodens, auf beiden Seiten um zwei Millimeter über den erlaubten Bereich hinaus.

Gegenüber "auto motor und sport" erklärte Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies nach dem Rennen, dass beide Piloten die gleichen Teile verbaut bekommen haben. Doch bei Verstappen hatte die FIA kein Vergehen festgestellt. Nun wird gerätselt, wieso sich die Autos mit gleichen Bauteilen unterscheiden.

Zwei mögliche Erklärungen

Laut "auto motor und sport" gibt es zwei mögliche Erklärungen dafür. Erstens könnte es zum Beispiel zu einem Produktionsfehler gekommen sein. Doch dass dies auf beiden Seiten gleichzeitig auftritt, gilt als sehr unwahrscheinlich.

Die logischste Erklärung wäre ein Fehler beim Zusammenbauen des Wagens. Bei der Montage des Unterbodens und der nachfolgenden Vermessung müsste dabei die Box sich vertan haben, wodurch das Bauteil dann aus dem vorgeschriebenen Bereich hinausragte.

Mekies betonte, dass es sich in diesem Fall um ein Versehen gehandelt habe. Sie würden die Prozesse anpassen, um diesen Fehler in Zukunft zu vermeiden. Das Team wollte sich keinen Vorteil verschaffen: "Wir hätten das früher erkennen müssen. Das war sehr schmerzhaft. Aber es ist ein Problem, das einfach zu lösen ist."