Haas-Chef packt aus
Neue Details zum Horror-Crash von Romain Grosjean
22.02.2026
Haas-Teamchef Ayao Komatsu hat neue Details zum Horror-Crash von Romain Grosjean enthüllt. Sein Überlebenskampf im brennenden Wrack war noch brutaler als bisher bekannt.
Am 29. November 2020 stand die Motorsportwelt für einige Minuten still. Romain Grosjean verunfallte beim Start vom Großen Preis von Bahrain schwer. Der Franzose befreite sich aus dem Feuerball und erlitt mehrere Brandverletzungen. Nun spricht der damalige leitende Ingenieur und heutige Teamchef von Haas, Ayao Komatsu, über den schrecklichen Moment.
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Im Podcast "High Performance" erzählte der Japaner, dass er in einer Schockstarre geriet, als er realisierte, welches Auto in die Leitplanke krachte. Komatsu sagt: "Als mir klar wurde, dass es Romain war, dachte ich sofort: "Er kann nicht mehr am Leben sein.'" Er befand sich zum Unfallzeitpunkt am Kommandostand und verzichtete, den Funkknopf zu drücken. Der Japaner hatte keine Hoffnung.
Schrecklicher Geruch
Dann beschreibt Komatsu die Inspektion des Wracks in den nachfolgenden Tagen. Nicht nur der Anblick des verbrannten Monocoques hatte es in sich, sondern auch der Geruch. Der Teamchef meint: "Dieser Geruch von verbranntem Vinyl und Gummi ist einfach schrecklich." Und setzt fort: "Wenn man diese Überlebenszelle sieht, kann man sich nicht vorstellen, dass da jemand lebend herauskommt."
Der Japaner verrät ein neues Detail, das den brutalen Überlebenskampf von Grosjean noch besser verdeutlicht. Komatsu erklärt: "Als das Chassis zurückkam, steckte Romains linker Rennschuh immer noch eingekeilt hinter den Pedalen."
Grosjean befreite sich aus dem Wrack
Er beschreibt die Ereignisse im Cockpit. Grosjeans Fuß war nach dem Unfall eingeklemmt. Der Franzose musste seinen Fuß gewaltsam aus dem fest geschnürten Schuh herausziehen, um sich aus dem Feuerinferno zu befreien. Komatsu: "Wir sprechen hier davon, die Kraft aufzubringen, einen eng geschnürten Stiefel vom Fuß zu reißen - das reicht locker, um sich den Knöchel auszukugeln. Aber er musste es tun."
Der Teamchef hatte auch die Cockpitaufnahmen gesichtet. Er betont: "Jede einzelne Entscheidung, die er im Cockpit traf, war korrekt. Hätte er eine falsche Entscheidung getroffen oder fünf bis zehn Sekunden länger gebraucht, wäre er tot gewesen."
Komatsu von Grosjean beeindruckt
Vor allem ein Moment beeindruckt Komatsu: Als Grosjean seine Situation realisierte, versuchte er nicht panisch, weiter nach oben zu ziehen: "Er musste sich wieder nach unten in den Sitz drücken, um Hebelwirkung zu bekommen und sein Bein herauszuziehen."
"Er steckte seine Hand mitten in die Flammen, um sich hochzudrücken", erklärt der Teamchef. Im Krankenhaus verriet Grosjean Komatsu, dass sein Gehirn die Flammen komplett ausgeblendet hatte. Der Japaner: "Sein Überlebensinstinkt hat die Umgebungswahrnehmung blockiert. Er realisierte erst später, dass er mitten in einem Feuerball saß."
"Romain is out"
Das Warten auf die erlösende Nachricht dauerte damals eine gefühlte Ewigkeit. Komatsu weigerte sich selbst bei der Funkmeldung "Romain is out", es zu glauben. Er sagt: "Ich fragte: "Seid ihr sicher?" Ich konnte es einfach nicht fassen."
Mit Kevin Magnussen besuchte Komatsu nach dem Rennen Grosjean im Krankenhaus: "Kevin hatte ihn noch nicht gesehen und sagte mir: "Ich kann immer noch nicht glauben, dass er lebt, wir müssen ins Krankenhaus." Uns ging es beiden gleich."
Der Japaner hat auch mit Grosjeans Frau gesprochen: "Man sieht in diesem Video, dass er niemals aufgegeben hat. Nicht für sich selbst, sondern für seine Frau und seine Kinder. Er hat bis zur allerletzten Sekunde alles versucht."