Charles Leclerc hat zum Abschluss der Formel-1-Testfahrten in Bahrain ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Während der Ferrari-Pilot die Konkurrenz distanzierte, kämpft Titel-Favorit George Russell mit unerwarteten Start-Problemen.
Charles Leclerc hat am letzten offiziellen Testtag in Bahrain die Überlegenheit des neuen Ferrari unterstrichen. Der Monegasse knallte am Freitag eine Bestzeit in den Asphalt, die fast acht Zehntelsekunden vor seinem nächsten Verfolger Lando Norris im McLaren lag. Damit geht Ferrari mit viel Schwung in die neue Ära der Formel 1, während andere Top-Teams noch mit den Tücken des radikal neuen Reglements hadern.
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Mercedes-Favorit Russell im Start-Dilemma
Trotz eines vielversprechenden Pakets unter der Haube des neuen W17 wachsen bei Mercedes die Sorgen. George Russell, der aufgrund der Regelrevolution als einer der großen Titelfavoriten gilt, kämpft mit den komplexen Hybrid-Triebwerken. Besonders die Starts bereiten dem Briten Kopfzerbrechen. Er schilderte, dass seine Versuche in dieser Woche die schlechtesten seiner gesamten Karriere gewesen seien. Da die neuen Motoren nun fast 50 Prozent ihrer Kraft aus der Batterie beziehen, ist das Zusammenspiel beim Losfahren deutlich komplizierter geworden.
Kritik und Hoffnung im Fahrerlager
Während Russell rätselt, blickt sein ehemaliger Teamkollege Lewis Hamilton optimistischer auf die Situation – er scheint die Starts im Ferrari deutlich besser im Griff zu haben. Auch bei McLaren wird die Schwierigkeit der neuen Systeme betont. Oscar Piastri erklärte, dass die Starts aus jeder Perspektive komplizierter geworden seien und man nun sehe, wer es auf Anhieb versteht und wer nicht. Viel Zeit für Korrekturen bleibt nicht, denn offizielle Testfahrten sind vor dem Auftakt in Melbourne nicht mehr angesetzt.
Debakel für Aston Martin zum Abschluss
Einen rabenschwarzen Tag erlebte Aston Martin. Das Team, das auf das Design von Adrian Newey setzt, wurde von anhaltenden Batterie-Problemen ausgebremst. Nachdem bereits am Vortag wertvolle Zeit verloren ging und die Ersatzteile knapp wurden, kam Lance Stroll am Freitag auf lediglich sechs Runden. Ohne eine einzige gewertete Zeit beendete das Team die Testwoche in der Wüste von Sakhir und muss nun unter Hochdruck nach Lösungen suchen, bevor die Saison am 8. März in Australien beginnt.