Schock für F1-Fans:
ORF überlegt Reduzierung der Live-Rennen ab 2027
17.04.2026Die Formel 1 steht vor einer Zerreißprobe im heimischen TV. Während ServusTV die Verträge bis 2029 fast in der Tasche hat, muss der ORF wegen akuter Geldnot womöglich drastisch auf die Bremse steigen.
Nach einer langen Pause geht es für die Formel 1 am Sonntag, 3. Mai (22:00 Uhr/live ORF1 & Sport24-Liveticker) mit dem Primetime-Spektakel in Miami endlich weiter. Doch hinter den Kulissen tobt ein Kampf um die TV-Rechte ab 2027. Während ServusTV kurz vor einer Verlängerung bis inklusive 2029 steht, wackelt das bisherige 50:50-Modell mit dem ORF gewaltig. Der Grund: Ein eingefrorenes Budget und explodierende Kosten, unter anderem durch die Ausrichtung des Song Contests 2026, setzen dem Staatsfunk massiv zu.
Droht dem ORF eine Kürzung auf zehn Rennen?
Bisher teilten sich die beiden Sender die 24 Saisonrennen brüderlich auf. Ab 2027 könnte sich dieses Bild massiv verschieben. Gerüchten zufolge überlegt der ORF, nur noch zehn Rennen pro Jahr live zu zeigen, während ServusTV 14 oder mehr GP-Wochenenden übernehmen würde. Für die Fans wäre das ein herber Schlag: Das beliebte Kult-Duo Ernst Hausleitner und Alexander Wurz müsste sich dann deutlich öfter mit Analysen im Magazin "Motorhome" begnügen, statt live vom Kommandostand zu berichten.
ServusTV baut Vormachtstellung im Motorsport aus
In Salzburg wartet man derweil nur noch auf die finale Zusage vom Küniglberg, um den Deal spätestens beim Heim-GP in Spielberg (26. bis 28. Juni) offiziell zu machen. Unabhängig vom Ausgang des F1-Pokers gibt ServusTV im Motorsport bereits Vollgas: Die MotoGP-Rechte sollen in den nächsten Tagen fix bis inklusive 2030 verlängert werden. Das diesjährige Highlight in Spielberg läuft übrigens ebenfalls exklusiv bei den Salzburgern, was die Vormachtstellung des Privatsenders im österreichischen Motorsport weiter untermauert.