Brignone siegt

BRONZE! Hütter-Erlösung im letzten Rennen

12.02.2026

In ihrem wohl letzten Olympia-Rennen hat Cornelia Hütter den Fluch beendet. Im Super-G holt unsere Speed-Queen beim Sieg von Lokalmatadorin Federic Brignone Bronze und damit ihre erste Medaille bei Winterspielen. 

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Ski-Rennläuferin Cornelia Hütter hat in ihrem letzten Olympia-Wettkampf die ersehnte Medaille geholt. Die Steirerin gewann am Donnerstag im Super-G in Cortina Bronze. Olympiasiegerin in einem Rennen, in dem einige Mitfavoritinnen ausschieden, wurde die Italienerin Federica Brignone, die somit ihr Comeback krönte. Silber ging an die Französin Romane Miradoli. Zu den Ausfällen zählten neben Mirjam Puchner und Nina Ortlieb auch Sofia Goggia, Emma Aicher oder Breezy Johnson.

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 "Scheinbar brauche ich ein bisschen einen Druck in meinem Leben", meinte Hütter im ORF-Interview. "Ich habe gewusst, wenn du heute nicht all-in gehst, dann hast du verloren. Und das habe ich probiert, ich habe gekämpft während dem Fahren. Mich hat es fast während dem Fahren zum Reißen angefangen gefühlt." Sie habe gewusst, "heute liegt es nur an mir". Sieben Olympia-Rennen hatte sie seit 2014 bestritten und sich immer mehr der Medaille angenähert. Am Sonntag war Hütter in der Abfahrt auf den vierten Platz gefahren.

Der Super-G der Frauen ist weiter eine olympische Medaillenbank aus österreichischer Sicht. Seit 2006 gab es immer zumindest eine Medaille für eine ÖOC-Athletin.

© EPA

 

 

 

Brignone schrieb Wintermärchen

Brignone ist mit 35 Jahren und knapp sieben Monaten nun die älteste Gold-Gewinnerin der Geschichte bei den Alpinen. "Es ist unglaublich. Ich habe heute nie daran gedacht, zu gewinnen", sagte sie. Die Italienerin, die vor allem im Mittelteil unangefochten war, siegte mit 0,41 Sekunden Vorsprung erstmals bei Olympia. Die 33-jährige Hütter lag 0,52 zurück, nur eine Hundertstelsekunde langsamer als sie war Ariane Rädler. Der Team-Kombi-Olympiasiegerin vom Dienstag blieb nur der undankbare vierte Platz.

© Getty

Brignone hatte erst im Jänner ihr Comeback nach langer Verletzungspause gegeben und nur zwei Rennen bis zur Abreise nach Cortina d'Ampezzo bestritten. Im April 2025 hatte die Riesentorlauf-Weltmeisterin einen komplizierten Unterschenkelbruch erlitten, die Olympia-Teilnahme war danach lange ungewiss. Nun ist sie die insgesamt dritte italienische Super-G-Olympiasiegerin nach Deborah Compagnoni (1992) und Daniela Ceccarelli (2002).

Keine Glücksmomente für Puchner

Puchner, die vor vier Jahren in Peking Silber gewonnen hatte, war mit Startnummer 4 oben rasant unterwegs, wurde dann aber zu direkt und schied vor der zweiten Zwischenzeit aus. "Eigentlich mag ich frühere Nummern", meinte die Salzburgerin. Heute sei es aber "nicht so gegangen, wie ich es mir vorgestellt habe". In Cortina sei es überhaupt "jeder Tag ein brutaler Kampf" für sie gewesen, hielt Puchner fest.

Goggia blieb mit Zwischenbestzeit im Mittelteil mit dem Oberarm an einem Tor hängen und geriet dann ins Schlingern, letztlich schied auch sie aus. Abfahrts-Olympiasiegerin Johnson crashte früh ein Tor und stürzte in das Sicherheitsnetz.

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