Olympia-Drama!
Kampf gegen die Zeit: Verkühlung bremst Stadlober vor dem Skiathlon-Start
06.02.2026Österreichs Langlauf-Asse erleben einen schwierigen Olympia-Start in Tesero. Während Teresa Stadlober durch eine Verkühlung gebremst wird, sucht Mika Vermeulen verzweifelt nach seiner Topform.
Die Medaillenhoffnungen im Langlauf erhalten kurz vor dem ersten Bewerb am Samstag (13:00/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) einen herben Dämpfer. Teresa Stadlober, die eigentlich nach starken Leistungen im Jänner als heiße Kandidatin für Edelmetall galt, kämpft seit Montag mit einer Verkühlung. Die 33-jährige Salzburgerin reiste bereits einen Tag verspätet nach Val di Fiemme an und versucht nun im olympischen Dorf mit Inhalationen und Nasenöl alles, um für den Skiathlon rechtzeitig fit zu werden.
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Kampf gegen den Worst Case
Für die Bronzemedaillengewinnerin von Peking ist die Erkrankung zum jetzigen Zeitpunkt extrem ärgerlich. Zwar verlief die Verkühlung mild, doch Stadlober fehlen entscheidende Trainingseinheiten vor ihrem vierten Olympia-Start. Ein Intervalltraining am Freitag soll nun zeigen, wie ihr Körper unter Rennbelastung reagiert. Die Radstädterin versucht trotz des gesundheitlichen Rückschlags ruhig zu bleiben und betont, dass ihre Spiele wegen eines möglichen Misserfolgs zum Auftakt nicht vorbei seien.
Vermeulens Rätselraten vor dem Start
Am Sonntag (12:30/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) folgt der Skiathlon der Herren, bei dem Mika Vermeulen auf eine schnelle Trendwende hofft. Der 26-jährige Steirer, der in Norwegen lebt, schwächelte zuletzt in den Weltcup-Rennen massiv und kann sich seine Leistungseinbrüche nicht erklären. Trotz eines starken Saisonstarts in Ruka mit Platz drei reagierte sein Körper in den letzten Wochen nicht wie gewünscht, obwohl er seinen Trainingsplan laut eigenen Angaben konsequent durchziehen konnte.
Vertrauen in den eigenen Körper
- Vermeulen betont: Der menschliche Körper ist kein Taschenrechner
- Fokus liegt auf dem Wiedererlangen des Vertrauens in die eigene Stärke
- Johannes Hösflot Kläbo gilt als Top-Favorit auf bis zu sechs Goldmedaillen
Vermeulen, der von seinem Vater Vincent trainiert wird, verspürt jedoch keine Panik und sieht seine Situation eher als Malheur denn als echtes Hindernis an. In Tesero hofft er darauf, dass sich das Blatt genauso schnell zum Positiven wendet, wie es sich zuvor ins Negative gedreht hat. Währenddessen bereitet sich der norwegische Superstar Johannes Hösflot Kläbo, der zuletzt in Seefeld trainierte, darauf vor, seinen historischen Erfolg von der WM 2025 zu wiederholen.