In Bormio fällt am Samstag der Startschuss für die alpinen Ski-Bewerbe der Olympischen Spiele 2026. Das rot-weiß-rote Team um Vincent Kriechmayr hofft in der Königsdisziplin auf Edelmetall.
Österreichs Ski-Asse starten am Samstag (11:30/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) in Bormio in die erste Entscheidung der Olympischen Spiele. Auf der berüchtigten Pista Stelvio kämpft das Quartett um Vincent Kriechmayr gegen die internationale Elite. Zu den größten Rivalen zählen Weltcup-Dominator Marco Odermatt aus der Schweiz sowie der italienische Lokalmatador Dominik Paris.
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Zache Gschicht auf der Stelvio
Die Pista Stelvio präsentiert sich gewohnt unruhig und schwierig. Kriechmayr (34) warnte bereits vor dem Rennen, dass es im Februar keineswegs einfacher sei als beim Weltcup im Dezember. Da für den Renntag keine Sonne gemeldet ist, erwartet der Mühlviertler eine echte Herausforderung auf der 3.442 Meter langen Strecke. Seit dem Rücktritt von Matthias Mayer liegt die Last des österreichischen Teams primär auf seinen Schultern.
Kriechmayr sucht das fehlende Puzzleteil
Obwohl der Oberösterreicher in seiner Karriere fast alles gewonnen hat, fehlt ihm noch eine Medaille bei Olympischen Spielen. Er sieht es als großes Privileg an, die Nation unter den Fünf Ringen zu vertreten. Als Schlüsselstellen markierte der Weltmeister von 2021 die Traverse sowie den San-Pietro-Sprung. Laut Kriechmayr gewinnt derjenige, der am Ende der kräftezehrenden Fahrt noch die meisten Körner im Saft hat.
Italienischer Hausherr mit Handicap
Dominik Paris geht mit sechs Abfahrtssiegen in Bormio als der uneingeschränkte Hausherr ins Rennen. Trotz Schmerzen im Knöchelbereich, die ihn seit November plagen, gibt sich der Routinier kämpferisch. Er bezeichnet die Stelvio als mental schwierigste Abfahrt der Welt und sieht sie sogar als brutaler an als die Streif in Kitzbühel. Auch ihm fehlt in seiner langen Karriere noch eine olympische Medaille.
Schweizer Favoriten und Außenseiter
Die Schweizer schicken mit Weltmeister Franjo von Allmen und Marco Odermatt zwei Top-Favoriten ins Rennen. Odermatt betonte, dass ihm Abfahrts-Gold am liebsten wäre, da es sich um die Königsdisziplin handelt.