Andreas Weimann steht 18 Jahre nach seinem Abschied vor dem Bundesliga-Debüt für Rapid. Mit Premier-League-Erfahrung, jeder Menge Routine & dem Traum von einer letzten WM kehrt der 34-Jährige nach Hütteldorf zurück – bereit, sofort zu liefern und ein neues Kapitel zu schreiben.
Guido Burgstaller ist acht Monate nach seinem Karriereende mit 36 zum vierten Mal hintereinander Rapidler des Jahres. Das schaffte vor dem Kärntner niemand. Er erhielt von den grün-weißen Fans für das Jahr 2025 dreimal so viele Stimmen wie der zweitplatzierte Youngster Nikolaus Wurmbrand.
Andreas Weimann ist 34, wenn er Samstag bei Rapids Pflichtsieg gegen Hartberg (ab 17 Uhr, HIER im Sport24-Livestream) sein Debüt in Österreichs Bundesliga feiert. Nach nur einem Training bei jenem Klub, den er 2007 mit 18 verließ, in den Nachwuchs von Aston Villa wechselte. Den ersten seiner sechs Klubs in 18 Jahren England. Dazu kamen Watford, Derby County, Wolverhampton, Bristol, Westbromwich und Blackburn.
Für Rapid-Deal zieht er zurück ins Hotel Mama
113 Spiele in der Premier League, 395 in der Championship, jetzt für ein halbes Jahr Rapid. Trainer Hoff Thorup kennt aus seiner Norwich-Zeit Weimann, prophezeit, dass er entweder als Nummer 9 oder 10 oder an den Flügelpositionen helfen wird, dass es zum Unterschied vom zweiten Rückkehrer Yusuf Demir keine Bedenken gibt, ihn sofort zu bringen. Weimann versäumte in dieser Saison kein Training, hat auch Spielpraxis: 27 Einsätze für Derby County über 780 Minuten sind bedeutend mehr als 125 Minuten für Galatasaray.
Sein Vertrag bei Derby endete im Juni. Für die vier Monate zahlt Rapid eine sechsstellige Leihgebühr, nimmt er Gehaltseinbußen in Kauf, ist von Frau Jennifer und den drei Kindern örtlich getrennt. Zieht in Wien vielleicht wieder bei den Eltern oder beim Bruder, die Samstag auf der Tribüne sitzen werden, ein. Alles für die letzte WM-Chance seiner Karriere: „Wenn ich es nicht schaffe, habe ich es wenigstens probiert!“ Vor zwei Jahren spielte er bei der Europameisterschaft fünf Minuten beim 3:2 gegen Holland. Wenn er bei Rapid überzeugt, wovon Thorup ausgeht, wird er Ende gegen Ghana oder Südkorea sein 27. Länderspiel bestreiten. Für jeden der zwei WM-Tests im Happel-Stadion sind bereits 20.000 Karten verkauft.