Nightrace

Bei Slalom-Hit in Schladming droht ÖSV-Debakel

Während die heuer so starken Norweger auch beim Nightrace-Slalomklassiker in Schladming dominieren, droht Österreichs Stangen-Artisten drei Tage nach dem Feller-Sieg in Kitzbühel ein Mega-Debakel.

Im ersten Durchgang brannte Atle Lie McGrath mit Startnummer 1 im Mittwoch-Vorabendprogramm die beste Slalom-Zeit in die eisige Piste. Mit 15 Hundertstel Rückstand lauerte Henrik Kristoffersen immerhin ein Wahl-Salzburger, der mit Marcel Hirschers Van-Deer-Skiern unterwegs ist. Auf Platz drei: Der Schweizer Loic Meillard, der 24 Stunden zuvor im RTL triumphiert hatte, macht sich mit 44 Hundertstel Rückstand auf McGrath auch noch Hoffnungen auf seinen dritten Schladming-Sieg (nach 2x RTL).

Und die Österreicher? Fuhren im vom US-Techniktrainer gesetzten 1. Lauf hoffnungslos hinterher. Der Vorjahrs-Dritte Fabio Gstrein liegt vor der Entscheidung ab 20.45 Uhr als unser Bester auf Platz 10 (+1,22). Manuel Feller, vor dem Rennen als Mitfavorit gehandelt, riss 1,68 Sekunden gegenüber seinem norwegischen Freund McGrath auf und greift im 2. Durchgang von Platz 13 aus an.

Unmittelbar hinter Feller liegt der für Olympia 2026 nicht qualifizierte Doppel-Olympiasieger Johannes Strolz auf Platz 14 (+1,75). 

Feller: "Gscheite Watschn"

Er habe gleich nach dem Start gemerkt, "dass es nicht so ziehen tut es nicht als ich gerne hätte, aber dann war es grauenvoll," erklärte ein enttäuschter Feller im Ziel. "Das ist schon eine gscheite Watschn." Der brutal eisige Riesentorlauf am Dienstag habe ihm zugesetzt, klagte Feller, der in der Vergangenheit immer wieder mit Rückenproblemen zurückgeworfen wurde. Im 2. Lauf will er trotzdem voll angreifen. Immerhin ist das der letzte Renn-Test vor dem Olympia-Slalom am 16. Februar.

Schwarz und Matt zu langsam für 2. Durchgang

Dominik Raschner liegt zu Halbzeit auf Platz 20 (+2,28), Adrian Pertl (27./+2,69) und Joshua Sturm (28./2,80) schafften es gerade noch in den 2. Lauf.

Die Olympia-Teilnehmer Marco Schwarz (+2,95) und Michael Matt (+2,97) verpassten die top 30 überhaupt. 

Wobei Allrounder Schwarz immer mehr Richtung Speedrennen tendiert: "Ich hab mir irrsinnig schwer getan - im Rennen will es einfach nicht funktionieren. Vielleicht liegt's daran, dass ich wegen dem Speed-Training zu wenig Zeit für den Slalom habe", erklärte Schwarz. "Jetzt ist der volle Fokus auf Olympia gerichtet ..."

Der 2. Slalom-Durchgang in Schladming beginnt um 20.45 Uhr (ORF1 live).

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