Manning schreibt Geschichte
Broncos überraschender Super-Bowl-Champ
Die Denver Broncos haben am Sonntag in der Super Bowl 50 für eine Überraschung gesorgt. Das Team aus Colorado stoppte im NFL-Finale in Santa Clara in Kalifornien die favorisierten Carolina Panthers und holte sich mit einem 24:10-Sieg den dritten Meistertitel nach 1998 und 1999.
Das Finale war keineswegs ein Offensiv-Spektakel, sondern von Denvers überragender Defense geprägt. Diese ermöglichte Broncos-Quarterback Peyton Manning mit 39 Jahren seinen zweiten Super-Bowl-Triumph. Seine Zukunft ließ der Altmeister, der vor dem Karriereende steht, aber auch nach Spielende offen.
Broncos Defense glänzte
Zum wertvollsten Spieler (MVP) des Endspiels wurde mit Denvers Von Miller zurecht ein Verteidiger gewählt. Die Broncos-Defense ließ Carolinas Superstar Cam Newton, den MVP der regulären Saison, überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Sechsmal wurde der 26-Jährige zu Fall gebracht. Dazu verzeichnete er drei Ballverluste.
Manning dagegen avancierte nicht nur zum ältesten Quarterback, der die Super Bowl gewonnen hat - sondern auch zum ersten, dem dies als Stammspieler mit zwei verschiedenen Teams gelungen ist. 2007 triumphierte der "Sheriff" mit den Indianapolis Colts. "Ich bin stolz darauf. Die Chance überhaupt erhalten zu haben, ist nicht selbstverständlich", betonte Manning.
Auch Trainer stolz
Der Spielmacher weiß, wem er sie zu verdanken hatte. "Diese Defense ist einfach unglaublich. Ich bin dankbar, dass ich nicht gegen sie spielen muss", sagte Manning. "Unsere Verteidigung war speziell, die ganze Saison lang", ergänzte Denver-Trainer Gary Kubiak. "Offensiv war es schwierig, aber defensiv waren wir gewaltig."
Tatsächlich bereitete Miller beide Touchdowns der Broncos vor, indem er Newton den Ball entriss. "Es liegt an der Atmosphäre, die wir im Team haben", meinte der Verteidigungsstar. "Wir tun alles füreinander, davon kommt der Erfolg." Vor zwei Jahren war Denver in der Super Bowl gegen die Seattle Seahawks noch mit 8:43 untergegangen.
Zum zweiten Mal am Titel vorbei
Carolina blieb der erste Titel auch im zweiten Finalauftritt nach 2004 verwehrt. Dabei waren die Panthers mit nur einer Niederlage in bis dahin 18 Saisonspielen als klarer Favorit nach Kalifornien gereist. Die punktbeste Offensive der Liga erzielte vor mehr als 71.000 Zuschauern im ausverkauften Levi's Stadium aber gerade einmal zehn Zähler.
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