Nordische WM

Morgenstern cashte am meisten ab

08.03.2011

Der ÖSV-Athlet verdiente in Oslo fast 50.000 Euro.

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Thomas Morgenstern hat bei den 48. Nordischen Weltmeisterschaften in Oslo mit dreimal Gold und einmal Silber zwar nicht die Einzelwertung der besten Athleten gewonnen. In einem Preisgeld-Ranking hat der Kärntner allerdings die Nase vorne. Da die Skispringer ja besser bezahlt wurden als die Langläufer und Kombinierer hat Morgenstern auch die vierfache Weltmeisterin Marit Björgen und den um eine Silbermedaille besseren Petter Northug in dieser Wertung hinter sich gelassen. Morgenstern ist mit fast 50.000 Euro der Topverdiener.

Zum Vergleich
Ein Langlauf-Einzelsieg war 16.000 Schweizer Franken (12.346 Euro), ein Einzel-Titel im Skispringen 28.750 (22.184) wert. Natürlich muss bei einem Team-Titel durch vier geteilt werden. Zu berücksichtigen ist auch, dass in der Kombination der Sieger 13.300 (10.262) bekommen hat. Kombi-Gold war für die FIS im Einzel genauso viel wert wie das im WM-Programm noch junge Damen-Skispringen. So kommt es auch, dass Einzel-Weltmeisterin Daniela Iraschko mehr verdient hat als Doppel-Team-Weltmeister und Einzel-Bronze-Gewinner Felix Gottwald. Die anderen drei Kombinations-Doppel-Team Weltmeister Mario Stecher, David Kreiner und Bernhard Gruber haben nur je knapp 3.900 Euro verdient. Doch der ideelle Wert liegt ohnehin bei allen Edelmetall-Gewinnern weit höher.

Gerechtere Aufteilung notwendig?
Auch die norwegischen Skispringer Anders Jacobsen, Anders Bardal und Tom Hilde, die an beiden Vize-Weltmeistertiteln im Team-Springen beteiligt waren, haben mit 10.500 Schweizer Franken (8.102 Euro) beispielsweise mehr verdient als Gottwald. Gleiches gilt für Simon Ammann und Adam Malysz, deren Einzel-Bronzemedaillen vom großen bzw. kleinen Bakken je 10.800 Franken (8.333) wert waren. Man könnte meinen, dass sich die FIS da doch eine gerechtere Aufteilung überlegen müsste. Immerhin hatte es in Norwegen das erste Mal überhaupt auch ein Preisgeld gegeben.

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