Kitzbühel

Paris siegt in Kitz - Reichelt Dritter

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Bormio-Sieger Paris siegt auf der Streif. Hannes Reichelt bester ÖSV-Star auf Rang 3.
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Nicht einer der hoch gehandelten Topfavoriten, sondern der Italiener Dominik Paris hat am Samstag bei Kaiserwetter den Abfahrts-Klassiker 2013 in Kitzbühel gewonnen. Der Südtiroler setzte sich nach einem Krimi erster Klasse vor gut und gerne 40.000 Zuschauern 0,13 Sekunden vor dem Kanadier Erik Guay sowie 0,36 vor dem Österreicher Hannes Reichelt durch. Für Paris war es der zweite Weltcup-Sieg, als Fünfter löste der Kärntner Max Franz wohl sein Abfahrts-WM-Ticket.

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte Paris ex aequo mit Reichelt in Bormio das engste Weltcup-Rennen der Geschichte für sich entschieden. In Kitzbühel bewies der fast 100 Kilo schwere Lackel aus Ulten, dass er auf den schwersten Pisten der Welt besonders stark ist. In der entscheidenden Querfahrt vor dem Ziel holte der 23-Jährige beim spektakulärsten Skirennen der Welt die letztlich entscheidenden Hundertstel auf Guay und Reichelt heraus.

Mit Startnummer 20 raste Paris auf der 3.312 Meter langen "Eisplatte"und vor viel Top-Prominenz wie Arnold Schwarzenegger just zu jener Zeit in Richtung Kitzbühel, als eigentlich sein nach dem Trainings-Skandal "zurückversetzter" Landsmann Christof Innerhofer mit Nummer 19 hätte fahren sollen.

Innerhofer musste "hinterher fahren"
Super-G-Weltmeister Innerhofer fuhr erst nach Nummer 45 und wurde nach oberer Bestzeit aber dann mit einem "Riesenbock" nur 20. Wie wichtig ein zeitgerechter Start gewesen wäre bewies, das die Nummer 20 vor 21 und 22 gewann. Der Slowene Andrej Sporn kam mit Nummer 23 als Vierter ins Ziel, wurde aber wegen irregulärer Skischuhe disqualifiziert.

"Ich kann es fast nicht glauben. Am Hausberg bin ich richtig ins Fahren gekommen. Das ist schöner als Bormio, denn es ist der Traum eines jeden Abfahrers, hier ein Mal zu gewinnen", frohlockte Paris. Dabei hatte es ihn im Training noch sehr "gefuchst". "Ich habe etwas ausprobiert, das ist aufgegangen", betonte der Triumphator.

Nach dem Innerhofer-Eklat setzte sich am Ende damit erst recht ein Südtiroler im Kampf um die 70.000 Euro Preisgeld durch. Es war der erst zweite italienische Streif-Abfahrtssieg überhaupt. Super-G-Sieger Aksel Lund Svindal verpasste hingegen als Neunter das erhoffte "Double" klar und die Österreicher warten nun seit bereits sieben Jahren auf einen Heimtriumph in der Abfahrt.

Reichelt vergibt Sieg in der Traverse
Dabei hätten es mehrere drauf gehabt, nach fünf Schweizer Siegen in Folge die Serie zu brechen. Am ehesten Reichelt, der trotz verpatzter Steilhang-Ausfahrt schneller als Paris auf die Traverse zusteuerte. "Dann bin ich einen Meter zu weit runter gesprungen und habe keine Richtung mehr 'dermacht'", erklärte der Salzburger, warum ihm dann der entscheidende Speed im Zielschuss gefehlt hatte. Paris hatte dort 142 km/h drauf, Reichelt "nur" 135.

Ergebnis

* Sporn nach dem Rennen disqualifiziert und aus der Wertung genommen