Für Raich und ÖSV-Abfahrer steht viel auf dem Spiel
"Raich wird nicht starten und stattdessen Riesentorlauf trainieren. Das soll ihm den letzten Schliff in dieser Disziplin bringen", meinte ÖSV-Herrencheftrainer Toni Giger am Dienstagabend in Garmisch.
Raich hatte am Dienstagvormittag im Training auf der "Kandahar 2"-Strecke nur den 24. Platz unter 26 Startern belegt. Der 32-jährige Tiroler hatte seine liebe Mühe mit der WM-Piste 2011 und verlor 4,42 Sekunden auf den Trainingsschnellsten, seinen Landsmann Hans Grugger.
Offenbar war der Glaube innerhalb des ÖSV an einen Top-15-Platz - nur ein solcher bringt beim Finale Punkte - von Raich sehr gering. Raichs beste Saisonplatzierung in der Abfahrt war Rang 38 in Kvitfjell. So wird sich der Gesamt-Weltcup-Sieger voll und ganz auf die restlichen drei Bewerbe Super-G (Donnerstag), Riesentorlauf (Freitag) und Slalom (Samstag) konzentrieren.
Jank könnte somit die Führung übernehmen. Dafür bräuchte der 23-Jährige allerdings zumindest Rang vier, denn sein aktueller Rückstand auf Raich beträgt 46 Zähler. Im Training ist Janka nicht über Platz 15 hinausgekommen. Dass im Finish der Weltcup-Saison jeder einzelne Punkt entscheiden kann, hatte Raich vergangene Saison sehr schmerzhaft zu spüren bekommen. Am Ende hatten ihm 2009 in Aare zwei Punkte auf Weltcup-Triumphator Aksel Lund Svindal (NOR) gefehlt.
Raich kann durchaus auf ÖSV-Schützenhilfe hoffen, damit Janka am Mittwoch keinesfalls die ganz fetten Abfahrts-Punkte abholt. Denn neben Grugger (1.) landeten im Training auch Mario Scheiber (2.) und Michael Walchhofer (4.) im absoluten Spitzenfeld.