Speed-Alarm
Historisches Debakel: ÖSV-Abfahrer so schlecht wie noch nie!
24.01.2026Die ÖSV-Abfahrer erlebten beim 86. Hahenkammrennen ein historisches Debakel.
Die einstige Ski-Nation Österreich hinkt den eigenen Erwartungen um Kilometer hinterher. Während sich die Spitzenfahrer bei der Abfahrt in Kitzbühel einen Hundertstel-Krimi boten, muss man weit nach unten schauen, um einen rot-weiß-roten Fahrer in der Ergebnisliste zu finden.
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Das schlechteste Kitz-Ergebnis aus heimischer Sicht war 2017, als Matthias Mayer auf Platz 8 landete. Doch heuer wurde dieser Negativ-Rekord um Welten übertroffen. Vincent Kriechmayr landete heuer nur auf Platz 13. Noch deutlicher wird die Sache, wenn man auf die Rückstände schaut. Mayer fehlten vor neun Jahren 0,76 Sekunden auf den Sieg und nur 0,43 Sekunden auf das Podest.
"Das ist ein schwerer Tag für uns", fasste ORF-Experte Armin Assinger ernüchtert zusammen. Denn auf den drittplatzierten Maxence Muzaton fehlen Vinc schon 1,09 Sekunden, auf den Sensations-Sieger Giovanni Franzoni sogar 1,48 Sekunden.
Abfahrts-Krise immer schlimmer
Doch die Abfahrts-Krise hat sich schon lange angekündigt. 1.046 Tage lang müssen Kriechmayr & Co. auf einen Sieg warten. Das war ab 15. März 2023 beim Weltcup-Finale in Soldeu, als Vincent Kriechmayr seinen vierten Saison-Sieg in der Königs-Disziplin feiern konnte. Noch schlimmer ist es, dass seitdem der Oberösterreicher den einzigen Podestplatz für einen Österreicher am 17. Februar in Kvitfjell holen konnte.
Doch ausgerechnet vor dem Saison-Highlight, den Olympischen Spielen in Italien, schrillen nun die Alarmglocken. 2014 konnte Matthias Mayer Gold in Sotschi holen, vier Jahre später in Pyeongchang ging man leer aus und 2022 in Peking konnte Mayer immerhin Bronze holen.
Wenig Hoffnungen auf Wunder
Doch die Hoffnungen auf ein Gold-Wunder am 7. Februar auf der legendären Stelvio sind mehr als gering. Einerseits ist es mittlerweile fünf Jahre her, dass ein ÖSV-Athlet Gold bei einem Groß-Event holte. 2021 in Cortina d"Ampezzo war es Kriechmayr, der sich zum Doppel-Weltmeister krönte.
ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober wollte die Situation nicht so schlimm darstellen und verwies zumindest auf den dritten Platz am Vortag im Super-G. Dennoch gab sie im ORF-Interview zu, dass man von einer Favoritenrolle weit entfernt ist und bei Olympia nur als Underdog angreifen wird.