Weltcup Courchevel
Odermatt kann sich am Weekend gleich 3 Kugeln sichern
12.03.2026Für Ski-Überflieger Marco Odermatt geht's in den nächsten Tagen ans große Abräumen.
DASS Odermatt seine Kristallsammlung bis Saisonende um drei weitere Kugeln erweitern wird ist so gut wie sicher - die Frage ist nur, WANN dem Schweizer die Siege im Abfahrts-, im Super-G- und im Gesamt-Weltcup nicht mehr zu nehmen sind.
Mit Platz 10 in der Abfahrt kann Odermatt alles klarmachen
In der Abfahrtswertung führt Odermatt 175 Punkte vor Landsmann Franjo von Allmen, nach jener in Courchevel folgt nur noch eine beim nächstwöchigen Saisonfinale in Norwegen. Dementsprechend reicht Odermatt am Freitag (11 Uhr, ORF1 live) bereits ein 10. Platz zur neuerlichen Fixierung der Abfahrtskristallkugel.
Im Gesamtweltcup ist Odermatts fünfter Triumph in Serie praktisch in trockenen Tüchern, da Verfolger Lucas Pinheiro Braathen in Frankreich nicht an den Start gehen wird. Für alle, die es schwarz auf weiß brauchen: Wenn Odermatt am Freitag seinen Vorsprung gegenüber dem Brasilianer um weitere 29 Punkte ausbaut, kann er auch rechnerisch nicht mehr von der Gesamtspitze verdrängt werden.
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Im Super-G könnte Wetter Odermatt die Kugel sichern
Samstag (11 Uhr) und Sonntag (10.45) folgen im französischen WM-Ort 2023 noch zwei Super-G-Konkurrenzen. Auch hier heißt der Kugel-Favorit Odermatt: Mit 158 Punkten Guthaben auf ÖSV-Ass Vincent Kriechmayr bei drei noch ausstehenden Rennen sollte der Schweizer auch da schnell alles klarmachen. Da sich das Wetter in der Nacht auf Samstag deutlich verschlechtern soll und der erwartete Niederschlag zumindest den ersten Super-G gefährdet, könnten Rechenspiele ohnehin obsolet werden.
Kriechmayr ging zuletzt in der Abfahrt von Garmisch bei einem Schweizer Dreifachsieg als Vierter wie auch schon bei Olympia leer aus. Platz zwei im einzigen Courchevel-Training am Mittwoch lässt den Routinier aber auf ein erfolgreiches Wochenende hoffen. Die frühlingshaften Verhältnisse mit teils weichen Abschnitten sollen kein Hindernis sein - im Gegenteil. "Wir hatten bei solchen Bedingungen schon öfter gute Rennen, ich habe da keine Bedenken", gibt sich Kriechmayr optimistisch. "Ich bin immer guter Dinge, ich denke immer positiv und freue mich auf die Rennen."
Hemetsberger mit Schmerzen: "Bin ein Wrack"
Daniel Hemetsberger ist aufgrund wieder auftretender Knieschmerzen weniger euphorisch. "Ich bin gerade eher ein bissl ein Wrack. Ich fühle mich insgesamt nicht so gut und so fit, aber ich werde natürlich Vollgas geben", so der Oberösterreicher.
Nicht an den Start gehen dürfen Otmar Striedinger und Stefan Rieser, die nach dem einzigen Training die Heimreise antreten mussten. Bitter verlief der trainingsfreie Donnerstag für Andreas Ploier, der sich beim freien Fahren verletzte und mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden musste. Er riss sich das Syndesmoseband im Sprunggelenk sowie das Innenband im rechten Knie und wird am Samstag in Innsbruck operiert. Saison-Ende!
Nach dem Speed-Triple in Frankreich steht nur mehr das Weltcup-Finale in Norwegen (15. bis 25. März) am Programm. Dort sind nur die jeweils besten 25 pro Disziplin, 500-Punkte Fahrer und amtierende Junioren-Weltmeister startberechtigt.