Bangen um Vonn!
Nach Abfahrts-Chaos: ÖSV-Damen greifen im Super-G an!
30.01.2026Nach dem Sturz-Fiasko in der Abfahrt vom Freitag blickt die Ski-Welt gespannt auf den Super-G in Crans-Montana. Im Fokus steht dabei die Frage, ob Lindsey Vonn und Nina Ortlieb nach ihren schweren Unfällen an den Start gehen können.
Die Abfahrt in Crans-Montana am Freitag musste nach nur sechs Läuferinnen abgebrochen werden. Bei schlechter Bodensicht und unruhiger Piste kam es zu einer Serie schwerer Unfälle. Besonders bitter: US-Star Lindsey Vonn und die Norwegerin Marte Monsen verletzten sich schwer. Vonn, die Goldfavoritin für Cortina, bangt nun vor der Olympia-Abfahrt um ihren Start, gab sich auf Instagram aber kämpferisch: „Mein Olympia-Traum ist nicht vorbei.“
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Ortlieb mit „blauem Auge“ – Monsen im Spital
Schon mit Startnummer eins erwischte es die Österreicherin Nina Ortlieb, die nach 20 Fahrsekunden in die Fangnetze raste. Glücklicherweise blieb sie weitgehend unverletzt und sprach davon, mit einem „blauen Auge davongekommen zu sein“. Weniger Glück hatte Marte Monsen, die per Hubschrauber abtransportiert werden musste. Am Samstag folgt im Wallis der Super-G (11.00 Uhr/live ORF 1 & Sport24-Liveticker), für den Ortlieb und Vonn trotz ihrer Stürze vorerst auf der Startliste stehen.
Heftige Kritik von ÖSV-Chefcoach Assinger
Der Abbruch durch die FIS sorgte im Zielraum für hitzige Diskussionen. Während FIS-Renndirektor Peter Gerdol die Sicherheit der Athletinnen priorisierte, zeigte sich ÖSV-Frauen-Cheftrainer Roland Assinger fassungslos. Er bezeichnete die Entscheidung als „nicht nachvollziehbar“ und zog Vergleiche zu deutlich schwierigeren Bedingungen in der Vergangenheit: „Das Licht war bei Gott nicht so schlecht.“ Auch Cornelia Hütter äußerte Zweifel am Grund der Absage und vermutete eher den Pistenzustand als Ursache.
Gedenken an Brandkatastrophe überschattet
Das Rennwochenende steht ohnehin unter einer traurigen Vorzeichen: Vor dem Start wurde eine Gedenkminute für die Opfer der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana abgehalten. Dass die geplante „Show“ zur Aufmunterung des Ortes nun in einem Lazarett endete, bedauerten sowohl Ortlieb als auch FIS-Vertreter Urs Lehmann zutiefst.in der